#September #Melancholie #Wetter

 

Melancholie?  

 

Nebelschleier im September

hüllen zart gehaucht uns ein,

wenn wir uns im Freien suchen

weht um uns ein zarter Schein.  

 

Und so manchen fasst das eben

jetzt berührend traurig an,

weil er nicht - wie ich - das Leben

in der Tiefe fassen kann.

 

Eins bin ich dort mit der Stille,

mit dem Wehen, feucht und kühl,

schließe ein des Lebens Fülle,

die ich jederzeit hier fühl.

 

floravonbistram




#Rosen #Rosengarten #Garten #Sommerende

 

Rosengarten 


Komm mit  in meinen bunten Rosengarten,

lass uns verweilen ganz in stiller Ruh,

wir lassen einfach alle Arbeit warten

und schauen dort dem regen Treiben zu.

 

Die Blumen wiegen sich im sanften Wehen

des Sommerwindes und verströmen Duft.

Ein stetes Kommen und ein stetes Gehen

von Bienen, Hummeln, Wespen in der Luft.

 

Das Blütenmeer betört mit seinen Farben,

beleuchtet mit der Sommersonne unser Sein.

wir saugens auf, um später nicht zu darben,

wenn lang verblasst des Sommers heller Schein.

 

Noch summen wir die hellen Sommerlieder,

genießen auch des Tages warmen Kuss,

noch sträuben Vögel wohlig ihr Gefieder,

doch wissen wir, das alles enden muss.

 

Der Sommer geht und meine Rosen streuen Blätter,

die tanzend durch den Garten schweben.

Es ändern Büsche, Bäume sich im Herbsteswetter,

bereiten sich dann vor für neues Leben.

 

floravonbistram











 

 

 

 

Letztes Sommeratmen #sommerende

 

Letztes Sommeratmen

 

Der Morgen atmet Nebelschwaden

und Blätter färben sanft den Wald.

Ein Kranichzug zieht erste Kreise,

der Vögel Lieder sind verhallt.

 

Für Sommer endet nun sein Wirken,

auch wenn er noch mit Wärme winkt,

hellgolden strahlen schon die Birken,

im Nebel Wiesengrün versinkt.

 

September reicht dem Herbst die Hände,

die dieser lächelnd rot-bunt färbt

und bis zum späten Monatsende

sieht unser Wald aus wie gegerbt.

 

Die Spinnen zaubern – Perlennetze

verzieren schimmernd Strauch und Baum.

Altweibersommer birgt die Schätze,

gibt Sommerabschied Sehnsuchtsraum.

 

floravonbistram2001




#Kartenspiel #Bube #Dame #König #As

 

Kartenspiel

 

Wer mischt die Karten meines Lebens?

Bin ich so frei, es selbst zu tun,

wer schiebt mir das Pik As zu,

bekomme ich die Kreuz sieben

und wer den Herz König?

 

Kann ich das Spiel selbst beenden,

wird mir das Aus

von fremder Hand zelebriert

oder kann ich dann noch

einen Joker aus dem Ärmel ziehen,

um das Blatt zu wenden?

 

Nehmt ihr mir die Karten aus der Hand

oder verliere ich sie

durch mangelnde Kraft?

Das Ende des Spiels

wie wird es mich erreichen?

Überraschend oder vorhersehbar?

 

floravonbistram



#VGWORT

 Für alle Schreibenden vielleicht interessant.

Vor vielen, vielen Jahren, als ich begann, meine Bücher auf den Markt zu bringen, meldete ich mich bei VGWORT an. Mit einem Wahrnehmungsvertrag werden zahlreiche Nutzungsrechte und Vergütungsansprüche zur treuhänderischen Wahrnehmung an die VG WORT übertragen.
Der Grund war auch der, dass meine Bücher, meine Geschichten, meine Texte für Zeitschriften so besser geschützt sind, denn es kommt immer mal vor, dass jemand behauptet, ich hätte hier ein fremdes Gedicht, eine fremde Geschichte eingesetzt. Ich kann das immer widerlegen. Oft habe ich sogar die handschriftlichen Aufzeichnungen noch und ich setze hier allgemein das ein, was ich schon in Büchern stehen habe.
Es kommt auch vor, dass meine Texte für Unterricht und Lehre genommen werden. Dann gibt es Gewinnausschüttungen, so wie jetzt wieder.
Das freut des Schreibers Herz.
Ihr versteht, dass ich ein paar Stellen unleserlich gemacht habe
Vielleicht sichert ihr auch so eure Texte/Bücher?



#Vulkanausbruch #Vulkan #Zerstörung

 

Vulkanausbruch

 

Wolken jagen sich in Weiten,

Blitze zucken durch die Nacht,

Donner grollt in Finsterzeiten,

Angst der Menschen ist erwacht.

 

Der Vulkan beginnt zu beben,

wird die Siedlungen vernichten,

und sie laufen um ihr Leben,

müssen auf ihr Heim verzichten.

 

Alle stürmen durch die Gassen,

jeder zittert, weint und schreit,

zu den Booten drängen Massen,

einz’ge Hoffnung weit und breit.

 

Wer jetzt stürzt, ist ganz verloren,

Panik tritt was liegt gleich tot,

Schreie treffen taube Ohren,

jeder sieht nur seine Not.

 

Asche wirft auf  alles Schatten,

Feuer frisst sich durch das Land,

zeichnet rot die grünen Matten,

zeigt vernichtend seine Hand.

 

Gellend tönen ihre Klagen,

doch das stoppt die Lava nicht,

nach der Zukunft flehen Fragen,

stumm erträgt man dieses nicht.

 

Und vom Meer aus seh`n sie schwinden

ihren Lebensraum, ihr Tal,

müssen neue Wege finden,

haben keine and’re Wahl.

 

floravonbistram 1988



Vulkan im spanischen La Palma: Mehr als drei Monate lang hatte der Vulkan Rauch, Asche und mehr als 1000 Grad heiße Lava ausgespuckt. Es war der längste Ausbruch in der Geschichte der Insel. © Emilio Morenatti/dpa


 

 

#Märchen #Märchenwelt #Träumen

 

Höre ich die Wasser rauschen

kann ich ihren Liedern lauschen,

die sie singen mit dem Wind,

möchte radeln zu den Seen

hin, wo die Libellen stehen

staunen wieder wie als Kind.

 

Wasserblumen auf dem Teich

zaubern mir ein Märchenreich,

seh ich zwischen all den Blättern,

die verwunsch`nes Reich verhüllen,

wo sich Wünsche gar erfüllen,

Froschkönig den Rand erklettern.

 

Nixen jagen sich mit Fischen,

Vögel flatternd sich erfrischen

an dem seichten Ufersaum,

Elfen tanzen einen Reigen,

Grillen fideln hell auf Geigen

dort im Gras, man glaubt es kaum.

 

Wach ich aus Versunkenheit

auf und seh die Wirklichkeit,

geh mit Lächeln ich still weiter,

im Erinnern denke ich

wie die Kindheit war für mich:

Auch voll Leben, froh und heiter.

 

©FloravonBistram



Bild mit freundlicher Genehmigung von Josephine Wall


#Eder #Nachmittag #Böschung #Faszination #Lebensgenuss #Abendlicht

 



Glück im Wald #Glück #Wald #Sommer #Duft

 Glück im Wald

Der Wind weht warm am Sommertag,
und der beginnt schon himmelblau.
Weil ich es gerne einsam mag
lauf waldwärts ich ganz früh und schau,
wie sich das Leben stetig regt,
wie alles sich voran bewegt.
Der Duft von Bärlauch fängt mich ein,
Waldmeisterduft verging im Mai.
Ach, glitzert dort ein Edelstein?
Ich schau, der Weg ist völlig frei,
ein Kiesel in der Sonne blinkt ,
der mich zum Sammeln zu sich winkt.
Hier draußen bin ich unbeschwert,
als wäre ich nur hier Zuhaus,
Natur hat mich oft klug belehrt,
denn schon als Kinder zogs uns raus
auf Wiesen, Wald und auch aufs Feld
das Dach war uns das Himmelszelt.
Egal ob Regen, Sonnenschein,
ob heiß, kalt, Schnee oder Wind
wir konnten draußen fröhlich sein.
Und bin ich nun auch nicht mehr Kind,
erkenn ich hier so manchen Sinn.
Bin dankbar, glücklich - weil ich bin.
floravonbistram2009



#Erleben #Sein #Empfinden

 

Manchmal sitze ich da und weine, weil ich gerade ein Lied höre, gesungen von einem Kind, einem Teenager oder auch von einem älteren Menschen und ich bin überwältigt von den Stimmen, von den Gesichtern und muss immer nur denken: Welch Übermaß an Schönheit wurde hier verteilt.

Aber auch bei Bildern, Gemälden, Gedichten, Musikstücken geht es mir so, denn oft liegt so eine begnadete Begabung darin, dass ich mich einfach nur verneigen möchte.

Und mitunter sehe ich einen Menschen, entstellt durch Krankheit, Unfall oder so geboren und dann öffnet dieser Mensch seinen Mund und es entströmen so wunderbare Worte oder Töne, dass ich innerlich nur sagen kann: Danke für dieses Erleben. Zeigt es mir doch auch Gnade.

Danke für alle meine Sinne, danke dafür, dies empfinden zu dürfen.


floravonbistram




#Tage der Rosen #Rosen # Rosenduft #Geruch

 Tage der Rosen

Sehe ich die Rosen blühen
werden meine Sinne weit,
bis ins tiefe Abendglühen
atme ich die Rosenzeit.
Helle Wolken frischer Düfte
senden mir den frohen Gruß.
Jeder Hauch der linden Lüfte
rührt mich an mit seinem Kuss.
Seht, dort steht die große Stolze,
nickt mir huldvoll lächelnd zu,
blüht einmal im Jahr pro Holze,
und begibt sich dann zur Ruh.
Doch wie emsig blühen viele,
die den Odem weithin tragen,
halten sich kaum, ihre Stiele,
zaubern in den Sommertagen.
Oh schöne Zeit, du Zeit der Rosen,
die Vielfalt von Geruch und Farben,
die unsre Sinne so umkosen,
selbst dann, wenn leise sie erstarben.
floravonbistram 1994



#Dämmerstunde #Abend #Frieden Sterne

 

Dämmerstunden
In diesen wundersamen Stunden
geht Segen durch den Raum,
ich fühle mich so eng verbunden,
den Stunden zwischen Tag und Traum,
die uns von Frieden kunden.
Das Abendlicht fällt auf die Wände.
Es naht des Tages Ruhezeit.
Noch woll’n nicht ruhen meine Hände,
Gedanken sind noch nicht bereit,
zu hüllen sich ins Abendkleid.
Die dunklen Schleier leis’ sich senken,
bedecken bald die Ruhewelt.
Ganz friedlich werden Sterne blinken,
am weiten, hohen Himmelszelt -
so mancher still zur Erde fällt.
Es ziehe Segen in die Herzen,
dort, wo geschah ein schweres Leid.
Er lindre Weh und viele Schmerzen.
belege sie mit Heiterkeit,
dahin flieh‘ Not und Bitterkeit.
floravonbistram1974



#Sonne #Sonnenstrahlen

 

Sonnenstrahlen
Ich sammelte so manches Jahr
im Sommersonnenschein
mal hier, mal dort, wo sie grad war,
mir viele Strahlen ein.
Ihr denkt, ich wär nun strahlenreich
und sonnenwarm durchglüht,
lauscht nur und ich verrat sogleich,
wo jeder Strahl nun blüht.
Ich sah in dunkle Stuben rein,
erblickte Leid und Schmerz
und rief: Ihr sollt nicht traurig sein,
die Sonne wärmt das Herz.
Verteilen will ich Strahl für Strahl,
dass sie das Licht verschenkt
und ihr erinnert euch einmal
dass jemand an euch denkt.
floravonbistram1966



#Hoffnungsschuhe #Hoffnung #Stärke

 

Hoffnungsschuhe, mir gegeben,

gehen mit mir durch den Tag.

Wollen mir die Stärke geben,

dass ich alles gut ertrag.

 

Hoffnungsschuhe trag ich bloß,

manchmal passe ich nicht rein.

Manchmal sind sie mir zu groß,

sollen dennoch meine sein.

 

Hoffnungsschuhe nie verblassen,

jeder für mich Kraft gewinnt,

Fußabdrücke hinterlassen,

die ein JA zum Leben sind.

 

floravonbistram1975








#Kalender #Kalenderblätter #Zeit #Vergangenheit #Zukunft

 

Kalenderblätter

 

Kalenderblätter des Schicksals

wenden sich im Wind unserer Zeit

so wird das gelebte Heute

blitzschnell gefühlt zur Vergangenheit

 

Wir schauen gespannt noch nach vorn,

Morgen wird Jetzt und schon ist es Gestern,

verrinnend im Pulsschlag der Norm -

Augenblicke, Wimpernschläge - sind Schwestern.

 

Sekunden tropfen, wandeln sich zur Ewigkeit

Gegenwart und Zukunft verwehen

Das große Ganze wandelt sich stets neu

auch wenn wir es oft nicht sehen.

 

floravonbistram 1989





#Atemhauch #Ewigkeit #Leben

 Atemhauch im Werden

Gebt eurem Weg hier Sinn und Ziel,
die Lebensflamme brennt nicht lang.
Ein Atemhauch im Werden-Spiel,
in die man sein Erleben zwang.
Ein Tropfen, der so schnell verzischt,
als sei er nie gewesen,
die Tafel, die dort abgewischt,
man kann nun nichts mehr lesen.
Wir sind ein Stäubchen, das leis fällt,
ein Wimpernschlag, doch Kettenglied,
verbunden in dem Netz der Welt,
das alles Sichtbare umzieht.
Es ist an uns, den Raum zu füllen,
der kurze Zeit uns Wohnung gibt,
die Sehnsucht in die Werke hüllen,
für das, was man hier hegt und liebt.
Wir geben unsre Liebe weiter,
umfangen hilfreich jedes Sein,
wir steigen auf der Lebensleiter
in andere Gefilde ein.
Es gibt nicht nur dies eine Leben,
es wär Verschwendung, ungerecht.
Wir können’s liebend weiter geben,
bewirken so ein neu‘ Geflecht.
floravonbistram 2001
Aus meinem Buch: Licht und Schatten I



#Verloren #Dasein

 

Die Mitte verloren

das Leben entgleist

und nur noch gefroren

Gefühle vereist

 

Der Himmel gestorben

die Nächte sind schwer

vom Dasein entworben

das Denken bleibt leer

 

Die Werte vergessen

nach innen gewandt

das was ich besessen

im Nichts jetzt verbrannt

 

floravonbistram 1986




 

#Bienen #Frühling #Blüten #Liebe

 

Bienensummen  Blütenfülle

Düfte wundersam und süß

Lachen Singen frohes Scherzen

und der Himmel lächelt blau

 

In den Lüften tönen Rufe

auch der Wald singt Frühlingslied

in den Gärten die Geräusche

hören sich an wie befreit

 

Ja wir tragen bunte Kleidung

machen es wie die Natur

werfen ab das Dunkle Enge

Herzen sind im Liebesrausch

 

Und bei allem frohen Fühlen

lasst uns auch an Jene denken

die dies nicht erleben können

Lasst uns danken für das Sein

 

floravonbistram