#Sehnsucht #Vermissen




Abdruck

Ließ ich ihn einst zurück,
den Abdruck meines Seins?
Ließ ich die feine Spur
am fremden Meeesstrand?

Wer hob die Muschel auf,
die ich am Ufer fand,
die feine Silberschale,
die dann verlor die Hand?

Fand Abdruck deines Fußes,
spät - gestern vor der Nacht,
Die Wellen drüber gleiten,
eh neu der Tag erwacht.

Der Möwenschrei am Wasser
verhallt so schnell im Sturm,
und nur das Licht des Mondes
beleuchtet still den Turm.

floravonbistram1977







Was du gesät hast



Die Weichen sind in dieser Welt
nun endlich alle falsch gestellt.
Ein jeder hat sich toll gemüht,
das zu zertrampeln, was sonst blüht.


Verblendet laufen wir umher
und sehen wahren Wert nicht mehr,
mit Narrenkleidung angetan,
verblöden wir in unserm Wahn.


Nur - kann der allergrößte Schrecken
den Einen oder Andern wecken?
Bald dröhnet laut das VIEL ZU SPÄT!
Es erntet jeder, was er sät.



floravonbistram 1986


#Geträumt #Traum



Es rauschen die Blätter der uralten Buche
leis säuseln die Wellen des Teichs mich in Schlaf
es singen die Fische, tief tauchen die Vögel
dann schweb ich einher und ein Schwan spielt Klavier

Die Stille sie wandelt den Tag bald zur Nacht
Das Lodern der Sonne weicht schimmerndem Mond
Am Himmel erstrahlen viel tausend Brillanten
ein kühlender Wind küsst mich aus dem Traum


floravonbistram



#Sommerabschied #Sommerende



Sommerabschiedsbilder

In den braunen Ackerfurchen
liegt ein letztes Sonnenfunkeln,
dieses hebt geleerten Boden
noch einmal aus dem Verdunkeln.

Sinfonie der warmen Farben
klingt für uns durch Berg und Tal,
bringt, bevor wir winterdarben,
bunte Freuden ohne Zahl.

Schmeichelweich umweht von Düften
lauschen wir den Ernterufen,
Vogeljauchzen in den Lüften,
Stampfen tönt von Pferdehufen.

Würzig schmiegt die Abendluft
sich ganz sanft in mein Erinnern.
Käuzchen durch die Dämm’rung ruft,
Spechte ihre Höhle zimmern.

Dort am Waldrand, voller Wonne,
seh ich Herbstzeitlose blühen.
Sieh, die letzte Abendsonne
lässt den Himmel rot erglühen.

Letzte Sommersonnenträume,
leises Rauschen, warmer Wind,
und die buntbelaubten Bäume
Sommerabschiedsbilder sind.


floravonbistram 2001

Bild könnte enthalten: Pflanze, Tisch, Blume und Innenbereich

#Leben geht… #Tod #Lebensende


Wenn sich am dunklen Wolkenrand,
ein sanftes Licht mir schimmernd zeigt,
fühl ich am ziehend‘ Lebensband,
dass sich mein Weg dem Ende neigt,

Im Fortgang einer langen Zeit,
konnt‘ man das Licht mir niemals rauben,
ich bin seit langem schon bereit,
getragen stets von meinem Glauben.

Und dann zur Lebensabendzeit
wächst neuer Zauber der Gedanken,
der sich in großer Innigkeit,
um alle Schönheit möchte ranken.

Die Einsamkeit der Abendstille,
hält oft mich warm umfangen.
Ich schau zurück auf Glückes Fülle,
das leis mit mir gegangen.

Der großen Weisheit schöne Blüte.
ist eingetaucht in reines Licht,
ich beuge mich der Allmacht Güte,
ich wehre einem Ende nicht.

Und hält sie mich dereinst umfangen,
ersehnte Stille, die ich such,
werd‘ ich in Lichtes Land gelangen
und sanft schließt sich mein Lebensbuch.



floravonbistram


#Erinnerung ... #Post mortem...Lasst mich bei Euch sein




In Gedanken 

Lasst mich bei Euch sein,
wenn ihr die schönen Stunden lebt,
lasst mich bei euch sein,
wenn euch viel Freude wird beschert.

Lasst mich bei euch sein,
wann immer ihr an mich mal denkt,
lasst mich bei euch sein,
wenn das Leben euch beschenkt.

Lasst mich bei euch sein,
wenn der Kummer euch sehr quält,
lasst mich bei euch sein,
wenn kein Freund mehr etwas zählt.

Lasst mich bei euch sein
und hört im Stillen auf mein Wort
lasst ihr mich bei euch sein
bin ich nicht wirklich fort.

floravonbistram 2000



#Morgen #ErwachenderTag




Mein Morgen

Verlassen das Dunkel der nächtlichen Träume
umsäuselt voll Zartheit von kusswarmen Winden
betört von den Liedern erwachender Sänger
in Dankbarkeit kann ich die Schöpfung empfinden

Durchschreiten die Tore zum grauenden Morgen
verlassen die Arme der hüllenden Nacht
erfrischendes Tanzen im feuchtwarmen Nebel
in aufgehender Sonne bestaunen die Pracht

floravonbistram um 4Uhr 30






#Hochmut #Überheblichkeit




Hochmut macht einsam

Verletzender Hochmut liegt in deinen Worten,
du fühlst dich erhaben, siehst And‘re ohn‘ Wert,
doch stehst du alleine, klopfst an stummen Pforten,
suchst hilflos nach Freunden und wirst so belehrt,

ein Mensch ohne Inhalt, der größer will scheinen,
muss lernen, bescheiden und dankbar zu sein,
dann findet er Freunde und Trost auch im Kleinen,
dann lassen die Menschen ins Herz ihn hinein.

floravonbistram



#Blütenwiese #Wiese




Hildesheim im Sommer 2016

Unsre Stadt schenkt Blütenwiesen
wie wir’s lange nicht gesehen,
voller Freude bleiben Menschen
vor der Sommerpracht still stehen.

Sie erinnern an die Zeiten,
als die Wiesen stets so blühten
großes Glück und Dankbarkeiten
in der Bürger Herzen glühten.

Hummeln, Bienen, Schwebefliegen
tauchen in die Vielfalt ein,
taumelnd sich im Nektar wiegen,
pollenschwer ein jedes Bein.

Danke für das Glück der Farben,
das ihr heuer uns geschenkt,
hoffend, dies nun stets zu haben,
dass ihr jährlich nun so denkt.

floravonbistram 2016







#Träume #Träumen #LandderTräume




Im Land der Träume


Kennst du das Land, wo die Sonne stets scheint
und der Himmel nur manchmal zur Labung leicht weint?
Dort strahlt jeden Tag ein goldenes Licht…
sag nur mein Freund, du kennst es noch nicht?

Lausche den Elfen, der Nixen Gesang,
dem Rauschen der Bäume, des Windes Wohlklang,
tanze mit mir heut – im Haar einen Kranz-
leichtfüßig schwebend den Schmetterlingstanz.

Siehst du, wie Licht sich im Wasserfall bricht,
solch‘ Regenbogen den sahst du noch nicht.
Wenn magisches Leuchten die Nachtwelt erhellt,
erlebst du als Träumer die herrlichste Welt.

Du schaust jetzt so zweifelnd und grinst mich nur an,
weißt nicht, wo  man’s Traumland wohl finden kann.
Vertrau mir ohn‘ Zweifel, lausch in dich hinein,
dann siehst du, was ich seh, kannst mit mir dort sein.

Ach komm, wag zu träumen, nur einmal im Leben,
das Land voller Träume kann Hoffnung uns geben.
Das Leben wird leichter und fröhlicher sein,
Gib dir einen Ruck, steig ins Traumboot mit ein.

floravonbistram 1967



#Sommer #Ballade #Erinnerung #Bach





Ich ruhte, entspannte am plätschernden Bach,
vor Blicken geschützt unter grünendem Dach.
Wie oft habe ich diesen Platz schon gewählt,
wenn lärmende Hektik mich schmerzhaft gequält.

Ich lieb diese Orte und finde schnell Ruh,
Gezwitscher und Rauschen…ich höre still zu.
Seh‘ ich dann das Dörfchen, dort unten im Tal,
dann wird alles Schwere im Leben egal.

Erinnerungsweben mit magischem Duft
lässt mich leicht erbeben in säuselnder Luft.
Es zeigt sich am Waldrand, umflossen von Licht,
was mein Herz vorgaukelt – dein liebes Gesicht.

So lausch ich mit Lächeln dem plätschernden Bach
und schaue versonnen dem Schattenbild nach.
Der Wellen Kantate entstand hier am Ort,
die Lieder der Nornen, sie zogen dich fort.

Wir hatten uns so an die Treffen gewöhnt,
die Stunden der Freuden im Herzen ersehnt.
Die Zeit hat es an sich, zu schnell zu vergehn,
belebend die Hoffnung, uns wieder zu sehn.  

Umduftet von Blüten hast du mich geküsst,
derweil uns Waldsänger mit Liedern gegrüßt.
Und während ein Lüftchen die Wiese durchstrich
erlebten wir Leben, du mich und ich dich.

Die liebende Sehnsucht, erinnerungsschwer
verflog in den Jahren, ich fühl sie nicht mehr.
Vergangen die Liebe, die wir nie bereut,
doch bleibt uns das Ahnen der traumhaften Zeit.

FloravonBistram

Bildergebnis für bach wasser
bild wikipedia

Jeder Tag in deinem Leben


Jeder Tag in deinem Leben
ist für dich von dem geschenkt,
der im Stillen dich begleitet,
deine Schritte sicher lenkt.

Nimm drum dankbar jede Stunde,
und genieße deine Zeit,
denn es kann dir keiner sagen
was dein Leben hält bereit.

Lächel in den neuen Morgen,
auch wenn keine Sonne scheint,
selbst wenn tausend Stürme wüten
und auch wenn der Himmel weint.

Hilf den Menschen, die um dich sind,
hoffnungsvoll nach vorn zu schauen,
meide Hass, du kannst mit Liebe
deinem Ich viel mehr vertrauen.

Gib Gefühle gerne weiter
lehre alle, viel zu lachen.
Jeder Tag in deinem Leben
kann auch andre glücklich machen.


floravonbistram 1971


#Glockenblumen



Glaub den Augen nicht zu trauen,
die dort Glockenblumen schauen, 
wie ich sie als Kind oft pflückte,
Oma damit stets beglückte.

Denn seit vielen Jahren waren
diese blauen wunderbaren,
die besungen oft im Liede
ganz verschwunden – Pestizide


hatten sie schon fast vernichtet,
doch nun hab ich sie gesichtet.
Schützend möcht ich Wache stehn
dass noch viele sie hier sehn


floravonbistram1986


Dank an Radovin für die schönen Bilder





#Freud #Leid



Leid und Freud


So oft bedecken wir des Lebens Narben,
als könnten wir die Heilung nicht erwarten,
verschämt mit hellen traumgeschönten Farben,
um unser Leiden nur nicht zu verraten -
wie sehr wir auch in tiefster Seele darben-
das Schicksal mischt für uns stets neu die Karten.

Doch manchmal ja, dann streichelt es uns sacht
und zeigt uns seine liebevolle Macht.
Dann können Freude wir von Herzen auch bekunden
und alle tiefen Schmerzen sind verschwunden.

Wir warten nicht mehr tief gebeugt von Sorgen,
gehüllt in ängstlich-atemloses Schweigen,
auf neue Pein- wir trotzen nun dem Morgen
und können offen unsre Wunden zeigen,
die schon so lange schwärten, still verborgen.
Den Lebenszug woll‘n wir gestärkt besteigen.

Wir finden endlich Ruhe in der Nacht,
sind morgens dann auch neu erstarkt erwacht.
Wir haben alle Hürden überwunden,
voll Dank erleben wir die schönen Stunden.


floravonbistram











#IchbinIch




Einfach Ich

Bin nicht wirklich richtig schön,
bin meistens doch nett anzuseh'n,
bin herzlich und zu nachgiebig,
bin gern frivol und übermütig,

bin ernst und hoffnungslos verrückt,
bin lieb und gleichzeitig verzückt,
bin warm und doch so kalt zugleich,
bin kratzig, dennoch auch sehr weich,

bin zärtlich und auch furchtbar eigen,
bin schwach, kann große Stärke zeigen,
bin unersättlich und bescheiden,
bin fröhlich und kann furchtbar leiden,

bin laut und manchmal viel zu leise,
bin dumm und doch verblüffend weise,
bin liebenswert und auch mal fürchterlich...
ICH BIN EBEN IMMER EINFACH ICH

1977



#Alter #Zuversicht #Ruhe #Rentner


Wir „Alten“



Vorbei sind die Zeiten voll Hasten und Eilen,
wir können nun endlich auch ruhig mal verweilen,
besinnen, nur schauen und freuen ganz still,
dass immer noch antreibt der Satz: Ja, ich will.

Nun alles in Ruhe, mit Freude gestalten,
gehören wir gern auch für euch zu den Alten.
Wir haben noch Ziele und geben nicht auf,
gäb‘s auch zum Jammern Beschwerden zuhauf.

Die schweigen wir lieber ganz in uns hinein,
woll‘n kein Bedauern und lästig nicht sein,
den Schmerz ignorieren, dann ärgert sich der,
die Zeit voll genießen, fällt‘s manchmal auch schwer.

Doch glaubt mir, ein Lachen so häufig befreit,
auch anderen beistehen in schwerer Zeit.
Einfach nur leben, mit Dank ganz erfüllt,
hat mir manche Schmerzen mitunter gestillt.


floravonbistram

Foto 2017