#Verlust #Tod #Schmerz #Heilung




Heilend

Ich fühl mich krank, es schmerzt und nagt
mein Herzleid und die müden Glieder,
sind Grund, dass ich so sehr verzagt.
Ich setz mich auf der Lichtung nieder.

Ganz warm umhüllt mich zart und sacht
die Ruhe, die ich mir ersehne.
Der Mond erstrahlt hell durch die Nacht.
Im Wald ich mich alleine wähne.

Doch Knistern hier und Schuhu dort,
ein Huschen dicht an mir vorbei,
ein Ruf erklingt von nahem Ort
und plötzlich fühle ich mich frei,

denn als ins Sinnen ich verfall
und grübelnd mich bedauern will
ertönt das Lied der Nachtigall
durchströmt die Nacht und macht mich still.


floravonbistram 1986







#Perseiden #Sternschnuppen #Laurentiustränen



Bild könnte enthalten: Himmel und Text



Sternschnuppen

Schnuppenschwärme Sommerleuchten
Glitzerträume aus dem All
leuchtend ziehen sie die Bahnen
holen Kinderglauben vor

Denn durchqueren hier auf Erden
die Perseiden im August
schimmern die Kometenstäubchen
schnell verglühend durch die Luft 

Und die Lippen flüstern Wünsche
schicken sie still durch die Nacht
denn nach alten Mär und Sagen
bringen "Laurentiustränen" Glück

FloravonBistram 1977

#Frei #Meer #Wellen #Strand



So frei

Ich träume mich weg aus dem hektischen Alltag
und fliege mich frei mit den Wünschen in mir.
Ich atme die Sonne und wühl mich durch Wolken
Sink langsam hernieder am schäumenden Meer.

Ich tauch durch die Wellen, hab Sand in den Haaren
und streife wie Seetang die Sorgen hinweg.
Ich lach mit den Möwen und schreibe mit Muscheln
ein frohes ICH LEBE als Gruß an den Strand.

floravonbistram1978

#Brandung #Brandungslieder #Meer




Goldene Lichtbänder tanzen
auf dem Blau der Wellen
die sich mit weißer Gischt krönen

Möwenrufe klingen heiser
und meine Hand ist so leer
ohne die deine

Brandungslieder öffnen mein Herz
dass dich immer noch sucht


floravonbistram






#Sommersonnenwende #Sonnenwende #Mittsommer


Magisch lockt die Sonnenwende,
kleine Wesen auf die Au,
Elfen tanzen froh- behende,
Feen sammeln Morgentau,

den sie Menschen anvertrauen,
die Gefühle sich bewahrt,
die noch in die Seelen schauen,
heilend der Natur verpaart.

Mädchen pflücken wilde Blumen,
sieben Sorten soll’n es sein
pflücken sie von sieben Wiesen,
legen sie ins Bett hinein.

Warten hoffend auf den Freier,
denn die Sommersonnwendnacht 
zeigt im Traum die Hochzeitsfeier
und wer ihnen zugedacht.

Dürfen dabei niemals sprechen,
auch der Traum ist nur für sie,
wenn sie doch das Schweigen brechen,
kommt der Bräutigam wohl nie.


floravonbistram

Bild könnte enthalten: Himmel, im Freien und Natur

#Päonien #Rosen #Duft #Pfingstrosen


Es liegt ein Grüßen in der Luft,
das uns verwirrt und tief berauscht.
Päonien- und Rosenduft
die Welt zum Paradies so tauscht.


Aus Wald und Wiesen trägt der Wind
des Sommers Hauch in unser Sein.
Voll Leichtigkeit, wie einst als Kind,
glücktaumelnd wie vom süßen Wein,

so tanze ich, nicht damenhaft,
egal wer was da von mir denkt.
Wie dankbar bin ich jener Kraft
die mir die sieben Sinne schenkt.

floravonbistram



#Sommerregen #Sommer #Regen

Sommerregen

Regenverhangenes silbernes Weben
umfließt heut die Bäume, die Wiesen und Felder
Dankbar begrüßt die Natur neues Leben
und seidiger Chiffon umhüllt unsre Wälder.

Der Regen, der sich endlich reichlich ergoss,
nahm kühlend der Hitze den brennenden Hauch,
erfüllte mit Wollust den erdigen Schoß
belebt Bäche, Seen, labt Blume und Strauch.


floravonbistram








#Muttertag #Kinder #Enkel




Für unsere Kinder und Enkel zum Muttertag

Danke sag ich Kindern, Enkeln
für die Liebe, die ihr gebt,
dass ihr das, was wir euch gaben
nun auch selber gerne lebt.

Wir begleiten eure Wege,
helfen, wenn ihr Hilfe wollt,
sind voll Glück durch die Gewissheit
des Respekts, den ihr uns zollt.

Kommen auch mal trübe Tage,
und wir „Alten“ werden schwach,
wissen wir, ganz ohne Frage,
ihr bleibt immer für uns wach.


floravonbistram,
sicher im Namen ganz vieler Eltern und Großeltern




#Traumnacht #Meer #Wellen #Brandung



Traumnacht

Wir haben uns im warmen Sand geatmet,
den Duft von Wärme und Salz getrunken,
wir lauschten den Möwen, dem Wellenspiel
und sind in Orkanen der Liebe versunken.

Wir haben uns in wilde Brandung geworfen,
das Lied der Liebe auch dort noch gesungen.
Der Wind hat uns‘re Melodien getragen,
sanft sind sie dann in der Traumnacht verklungen.


floravonbistram1976




#Brandungslieder #Meer #Liebe #Tod



Bild könnte enthalten: Ozean, Text, Wasser und Natur

#Barfuß



Nur noch einmal...

Wie gern würd' ich noch einmal barfuß laufen
durch Wiesen rund um den See,
von Hügeln mich rollen, mit Schlammwasser taufen,
den Engel drücken in Schnee.

Ach könnt' ich mal wieder die Fluten durchreiten,
wie einstmals am Ederfluss,
um Murmeln mich mit den Freunden fast streiten,
erleben den ersten Kuss.

Mit Händen am Ufer Forellen einfangen,
will schreien, so laut, wie ich mag, 
den Titel des obersten Häuptlings erlangen
für einen Gold- Ferientag.

Ich möchte von Herzen gern Ziegen hüten,
die Blaubeeren suchen im Wald,
mit Tantchen die bunten Pastillen eintüten
und lauschen, wie's Echo dumpf hallt.

Wie früher würd' ich die Kaulquappen zählen, 
auch wenn es doch niemals gelingt,
bei Oma eng kuscheln und Hefte auswählen,
die zu Hause verboten mir sind.

Ach könnte ich über die Zäune springen,
Maikäfer sammeln im Glas,
die Bäume erklettern und voller Kraft singen,
oder einfach nur liegen im Gras.

Ich sitze jetzt hier, seh den Wolken still nach,
und fühle mich wunderlich frei.
Ganz leise klingt noch das Erinnerungslied -
Es war einmal und nun ist es vorbei.


floravonbistram1989


Lied der #Trauer, #Hoffnung und #Dankbarkeit




Lied der Trauer, Hoffnung und Dankbarkeit

Der See, zu dem ich meine stillen Träume trage
ist Freund und kennt mein leises Abendlied
für dich, um den ich seelentief noch immer klage,
den mir das Schicksal schon so lang entzieht.

Ich fliehe oft aus meinem prallgefüllten Leben,
das täglich mir das Lächeln abverlangt,
doch will ich gern den Hoffenden noch Frieden geben,
wenn sie am Wegesende angelangt,

um sie in Mut und Kraft zum Lösen  noch zu stützen,
dass ohne Kampf ihr allerletzter Gang
und sie die Möglichkeit zur Umkehr freudig nützen.
Für Manche dauert dieses Wenden lang.

Der See, zu dem ich auch der Andren Sorgen trage
ist Freund, der einfach heilend mich umfängt
und es umringt mich dann nicht mehr die Sehnsuchtsklage,
gestärkt es mich nun auf den Heimweg drängt.

Im Gehen höre ich den Wind noch in den Zweigen
der Weide, die am stillen See dort steht,
die sich ganz tief voll Trost vor jedem Schmerz verneigen
und dankbar spür ich, wie mein Leid verweht.

floravonbistram 1996



#Frühling #Frühlingswerben #Frühlingslust




Frühlingsrufe

Wie sie zwitschern, wie sie schwatzen, 
Vögel sind im Liebeswerben,
zart sich erste Bäume färben,
Knospen in der Sonne platzen.

Bienen hören wir jetzt summen.
Wie sie fliegen, wie sie eilen,
ohne lange zu verweilen,
lauter noch die Hummeln brummen.

Blütenschnee  macht alle trunken.
Labsal für Insektenscharen.
Licht- und duftbeseelt sich paaren
Tiere, wie im Rausch versunken.

Frühlingskind, du bist willkommen,
 denn nach langem Dunkelringen
wollen wir nun wieder singen,
haben deinen Ruf vernommen.

floravonbistram 2012










#Magnolien



Magnolien 

Wenn Frühlingsrufe hell tönen im Garten,
dann sehen wir staunend – von Samt umhüllt-
Magnolienknospen, prall darauf warten
dass sie warme Sonne mit Leben erfüllt.

Die Blüten  zerbrechen sehnend  ihr Winterkleide,
und streifen schnell ab den zu warmen Pelz.
Wie leuchtende Tulpen  steh'n sie am Zweige,
seidig, zartrosa,  betörend im Schmelz.

Verwöhnen wie stets uns‘re frostmüden  Augen,
in leuchtender, blattloser Eleganz,
und lassen die Seele mit Schönheit vollsaugen,
sie geben dem Frühjahr den zärtlichen Glanz.

floravonbistram 2002





#Liebe am #Meer


Abdruck

Erkenne ich sie noch, die feine Spur im Sand?
Wer hob die Muschel auf, die ich am Ufer fand,
Ließ ich ihn hier zurück, den Abdruck meines Seins? 
Und wohin gingst wohl du? Noch gestern war‘n wir eins.



Wir malten unser Jetzt, uns liebend in der Nacht.
Die Wellen drüber gleiten, eh neu der Tag erwacht.
Ein zarter Hauch des Windes trägt unser Lied ans Land
und nur das Licht des Mondes beleuchtet still den Strand.


floravonbistram1977


#Winter #Blattlos #Sonnenfinger #Knospen #Lichtkuss

Lichtkuss

Blattlose Bäume im Graukleid des Winters,
wo Bruchäste schlagen im wechselnden Takt,
ein Krächzen und Knarren, Spechtklopfen an Stämmen,
dort zieht Nebel wabernd und hüllt alles ein.


Durchdringen dann plötzlich Sonnfinger das Dunkel
und raffen den düsteren Vorhang ganz leicht,
tanzt flirrend ein Strahl auf vermodernden Blättern
küsst Welkes und Knospen mit lockendem Gruß,


dann zaubern die Bahnen sanft flutender Strahlen
wie goldene Pinsel das Licht in den Wald.


floravonbistram

Wintersonnenstrahlen






Wenn des Winters kaltes Hauchen
deine Seele eisig streift,
wenn die Stürme heftig fauchen,
eine Eishand dich ergreift,

Einsamkeit in jedem Winkel
deines Hauses dich umfängt,
während deine große Sehnsucht
zu der Sonnenheimat drängt.

Dann geh in dich, lausch den Liedern,
die der Sommer für dich sang,
als sein Licht und seine Wärme
kosend, liebend dich durchdrang.

Sieh den Himmel und die Sterne,
dunkle Zeit zeigt hellen Schein,
küss die Wintersonnenstrahlen,
lass sie in dein Herz hinein.

floravonbistram






Winterstarre Bäume


Ich möchte abgefall‘ne Blüten,
die windgetragen vorwärts treiben,
schnell sammeln und solange hüten,
bis wir dann wieder Frühjahr schreiben.

Die kahlen Bäume will ich schmücken,
und ihnen Blätterkronen winden,
sie grünend auf die Äste drücken,
damit sie uns von Frühling künden.

Wenn eisumhüllt im stummen Harren,
umtanzt von zarten Schneesternfüßen,
sie unter Schneelast ächzend knarren,
dann soll‘n sie Sonnenstrahlen küssen.


floravonbistram 2001


#Märchen #FrauHolle #Schnee

Märchen leben

Ich sitze still am Fenster, schau in das Flockenmeer, 
beobachte das Treiben, still ist es um mich her. 
Da fällt mir ein das Märchen, Frau Holle ist`s benannt,
bei Groß und Klein im Lande als Wintermär bekannt.

Und während ich so sitze, vertieft ins Träumen bin,
zieht eine dicke Wolke weiß - grau am Himmel hin.
Weich- flauschig weiße Sterne, sie schweben Hand in Hand,
der Wind, er lässt sie tanzen, weit über`s graue Land.

Wie eine weiche Decke umhüllt der Schnee die Welt,
die glitzernd -weiße Schönheit mir tief ins Herze fällt,
denn helles Kinderlachen schenkt meiner Stimmung Licht,
wenn früh die helle Sonne sich in den Sternen bricht.

Ich schaue aus dem Fenster, weil meine Seele singt
und dankbar sich, voll Freude, in lichte Sphären schwingt.


floravonbistram1982

#Hochmut macht #einsam



Verletzender Hochmut liegt in deinen Worten,
du fühlst dich erhaben, schätzt Niemandes Wert,
doch stehst du alleine, klopfst an stummen Pforten,
suchst hilflos nach Freunden und wirst so belehrt:



Ein Mensch ohne Inhalt, der größer will scheinen,
muss lernen, bescheiden und dankbar zu sein,
dann findet er Freunde und Trost auch im Kleinen,
dann lassen die Menschen ins Herz ihn hinein.



floravonbistram

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