#Sonnenwende #Mittsommernacht


Sommersonnenwende

Magisch lockt die Sonnenwende,
kleine Wesen auf die Au,
Elfen tanzen froh- behende,
Feen sammeln Morgentau,

den sie Menschen anvertrauen,
die Gefühle sich bewahrt,
die noch in die Seelen schauen,
heilend der Natur  verpaart.

Mädchen pflücken wilde Blumen,
sieben Sorten soll’n es sein
pflücken sie von sieben Wiesen,
legen sie ins Bett hinein.

Warten hoffend auf den Freier,
denn die Sommersonnwendnacht
zeigt im Traum die Hochzeitsfeier
und wer ihnen zugedacht.

Dürfen dabei niemals sprechen,
auch der Traum ist nur für sie,
wenn sie doch das Schweigen brechen,
kommt der Bräutigam wohl nie.


floravonbistram1970




#Rosen



Oh Rosen, ihr Gottesgeschenke


Heut früh hab ich in meinem Garten
ein Leuchten und Funkeln gesehn,
es war an der Hecke am Rande,
wo lange die Rosen schon stehn.

Ich folgte gebannt diesen Lichtern,
ein Summen lag froh in der Luft,
Insekten umschwebten die Beete,
gelockt von betörendem Duft.

Die Tropfen des Frühsommer-Regens
besetzten die Blüten  mit Glanz,
voll Anmut und lieblichster Schönheit
entstand diamantener Kranz.


floravonbistram


#Weltgeschehen



Nicht meine Welt

Nicht meine Welt, nicht meine Zeit,
ich komm‘ bald nicht mehr damit klar,
nur Mord und Totschlag weit und breit,
nichts ist mehr so, wie es mal war.

Gedealt, gesoffen und geklaut,
schmarotzt, verleumdet, ehrverletzt,
und Bomben kaum versteckt gebaut,
Rezept gibt’s online, weil vernetzt.

Wir sehen die, die alles kriegen,
Milliardenlohn für das Betrügen.
Im Daseinskampf muss unterliegen,
der nicht bewandert ist im Lügen.

Wir beugen uns den Wünschen derer,
die fordern, was sie nie besaßen.
Für uns wird alles immer schwerer,
wir trau‘n uns kaum noch auf die Straßen.

Man will uns Altvertrautes nehmen,
beruft sich auf den eignen Glauben,
das Heimatliche wird zum Schemen.
Wann wird man uns die Freiheit rauben?

Wer kritisch wird, benennt man gern
als Nazi, weist auf altes Handeln.
Wir fürchten fast, es ist nicht fern,
dass wir in Burkas werden wandeln.

Wer Hilfe braucht, soll sie erhalten,
doch auch in eingeschränktem Rahmen.
Es gibt zu viele der Gestalten,
die heimlich, tückisch hierher kamen.

In Vielen sitzt die Angst vor Morgen,
sie wissen nicht, wie’s weiter geht.
Die Politik heilt keine Sorgen,
da geht’s nur drum, wer vorne steht.


floravonbistram



#Arbeit #Geld #Staat



Nach einem Gespräch mit einer Arbeiterin, die 3 Jobs hat...


Klagelied einer Malocherin

Ich konnte nicht schlafen, hab nur in der Nacht
betrübt und verängstigt an‘s Konto gedacht.
Wir zahlen und zahlen –wir sind ja so dumm
und buckeln uns immer den Rücken ganz krumm.

Und doch reicht das Geld nicht, egal wie wir‘s drehen,
in immer mehr Jobs muss die Kraft uns vergehen,
wir strampeln und rechnen, wir rennen und hasten,
sind völlig erdrückt schon von Schulden und Lasten.

Wir schauen verwundert, wie Andere leben,
sie lassen vom Staat sich die Gelder stets geben.
Sie rauchen und saufen, sie zocken, sehn fern
siehst du ihre Autos, sehr oft mit `nem Stern,

dann fragst du dich sicher, warum bist du ehrlich,
betrügen, beklauen ist doch nicht gefährlich,
man sitzt, wenn erwischt, nichts im Gefängnis mehr aus,
geht pfeifend und lachend mit der Sippe nach Haus,

erzählt seinen Freunden, wie dumm Deutsche sind,
krallt noch mal schnell Gelder für irgendein Kind,
dass man als sein eignes gut ausgeben kann,
denn niemand kann‘s prüfen, man lügt was man kann.

Doch schuften wir weiter, die Kinder sind wichtig,
wir zeigen auch ihnen stets, Arbeit ist richtig,
doch sie werden älter, erkennen und meinen,
dass sie diesen Krampf hier nur noch verneinen.

Auch sie wollen Leben ganz anders erleben,
und nicht ihre Kräfte für And‘re vergeben.
Sie woll‘n nichts mehr lernen, nach Regeln nicht richten,
sie streben nach Luxus der höheren Schichten,

doch ohne Bemühen, sie woll‘n sich nicht plagen,
sie lassen sich nichts mehr von Älteren sagen.
Und Jene, die ferne von Recht und Gesetzen,
verfangen sich völlig in Mafianetzen.

Doch mal ich zu dunkel, es gibt noch den Fleiß,
auch Streben nach Hohem, gibt schwarz und auch weiß,
wir sehen auch Gute, die stets danach streben,
dass in allen Ländern ein jeder kann leben.

So wahre ich Haltung und bleibe mir treu,
geh fleißig zur Arbeit, erhoffe stets neu,
der Staat möge uns allen die Gelder gewähren,
die uns es erleichtern, uns selbst zu ernähren.


floravonbistram



#Morgenzauber #Morgen




Alles schläft noch, wenn ich gehe,
 Tagerwachen zu erleben,
Zauberwelt, die ich dann sehe,
lässt mich immer neu erbeben.

Sanft umzieh‘n mich Nebelfrauen,
voll Gesang sind Feld und Wald,
Frohsinn meiner Federfreunde
weithin durch den Morgen schallt.

Schimmernd spreizen Sonnenfinger,
malen Wolkenränder gold,
tanzend unter Silberfäden
lächeln Blumenelfen hold.

Diamanten an den Gräsern
schimmern in dem frischen Grün,
weiße Perlen und Rubine
funkeln in der Sonne Glüh’n.

Dankbar staun‘ ich stets aufs Neue,
bleib so oft verzaubert stehn,
und bedaure alle Menschen,
die die Herrlichkeit nicht sehn.



floravonbistram




#Wonnemonat #Mai




Der Wonnemonat Mai

Der Wind zerzaust mir warm mein Haar,
die Morgensonne – wunderbar !
Ich fühle mich als Himmelkind,
das sich auf Erden wiederfind'.

Es tanzt ganz wild der Blütenstaub,
umwirbelt leuchtend frisches Laub.
 Der Mensch verfällt dem Hochzeitsrausch,
der Zärtlichkeit, dem Küssetausch,

 was diesen Wonnemonat prägt,
das Dunkel aus den Herzen fegt.
Die Saat geht auf in Flur und Feld,
es scheint, als lache alle Welt.

Und auch die Tierwelt sehen wir
voll Liebeswerben im Revier,
beim Balzen, singen, Eierlegen,
beim Brüten, Füttern, Nester pflegen.


Begrüßen wir auch feuchten Segen,
denn wichtig ist der Maienregen,
wenn warm und mild er sich ergießt,

sehn wir, wie herrlich alles sprießt.

Genießt mit mir die schöne Zeit,

im Sonnenglanz voll Heiterkeit.
Lass singen uns, von Herzen frei:
„Es gibt pro Jahr nur einen Mai!“


fvbistram 2002



Die schönste Zeit



Frisches Grün an allen Bäumen
nun erfreuet Groß und Klein,
denn erwacht aus Winterträumen
zog ganz schnell der Frühling ein.

Lang entbehrte warme Sonne
strahlt vom Himmel, hell und klar,
Vögel jubeln voller Wonne,
Fink und Amsel, Meise, Star.

Gelbe, rote Tulpen blühen,
Primeln, Phlox und Tausendschön,
überall ein frohes Mühen,
Wasser rauschen von den Höh‘n.

Menschenlachen tönt viel freier,
aus den Augen strahlt das Glück,
Quaken tönt vom nahem Weiher,
frisch besät wird`s Gartenstück.

Viele Fenster stehen offen,
Wäsche auf der Leine hängt,
Lämmer springen, Menschen hoffen,
dass die warme Zeit anfängt.

Ganz verändert ist die Erde,
die vor kurzem noch verschneit.
Danke für das Wort "Es werde",
danke für die Frühlingszeit.


FvB 1978



#Ostern



Ostern
Haben wir auch nichts vergessen?
Reicht für Alle wohl das Essen?
Frisch gemacht sind alle Zimmer.
Ach, am Vortag ist es schlimmer,

als an allen Feiertagen.
Doch wir woll’n uns gerne plagen
für die Enkel-Kinderschar.
Wir wollten’s so, das ist wohl wahr.

Eier malen und verstecken
freu‘n, wenn Enkel sie entdecken,
Mittagessen mit den Schätzen
und sich zeitlich gar nicht hetzen-

ja so war der Ostertag…
schön, weil ich es so mal mag.
„Gibt’s den Hasen wirklich echt?“
„Oma, mir ist furchtbar schlecht.“

„Kannst du mir das Ei abpellen?“
„Muss der Strolch so furchtbar bellen?“
„Ist das Korb-Moos aus Papier?“
„Bitte Bart, schließ doch die Tür!“

Solch Tumult gehört zum Tag,
das ist es, was ich so mag.
Nun sind Alle weggefahren,
Ruhe herrscht. In all den Jahren,

die wir diese Bande lieben,
ist es immer schön geblieben.
Lebenskreislauf war uns hold,
ja, das hab ich so gewollt.

„Komm, setz dich mit zum Kamin,
im Glas ist schon der Rotwein drin.
Ich zünde noch die Kerzen an,
Setz dich zu mir, lieber Mann.“

„Liebe Frau, ich danke dir,
für die schöne Zeit, die wir
stets am gleichen Strang gezogen.
Bitte, bleib mir stets gewogen.
Du bist Seele hier für mich,
tollste Frau, ich liebe dich.“

floravonbistram






#Wir „Alten“



Vorbei sind die Zeiten voll Hasten und Eilen,
wir können nun endlich auch ruhig mal verweilen,
besinnen, nur schauen und freuen ganz still,
dass immer noch antreibt der Satz: Ja, ich will.

Nun alles in Ruhe, mit Freude gestalten,
gehören wir gern auch für euch zu den Alten.
Wir haben noch Ziele und geben nicht auf,
gäb‘s auch zum Jammern Beschwerden zuhauf.

Die schweigen wir lieber ganz in uns hinein,
woll‘n kein Bedauern und lästig nicht sein,
den Schmerz ignorieren, dann ärgert sich der,
die Zeit voll genießen, fällt‘s manchmal auch schwer.

Doch glaubt mir, ein Lachen so häufig befreit,
auch anderen beistehen in schwerer Zeit.
Einfach nur leben, mit Dank ganz erfüllt,
hat mir manche Schmerzen mitunter gestillt.



floravonbistram




#Turteln und #Kosen #Frühling



Wir sind wie neu geboren,
durchströmt von Seligkeit.
Der Frühling vor den Toren

hat uns von Eis befreit.

Der Sonne helle Strahlen
erwecken sanftes Grün
und durch ihr warmes Malen
die Schneeglöckchen erblühn.

Ein Turteln und ein Kosen,
Gesang der fröhlich weckt,
viel Schnäbeln und auch Posen
man voller Lust entdeckt.

Befreit die Menschenherzen
nach dunkler Winterzeit,
mit Lachen und mit Scherzen
umweht uns Heiterkeit.


Floravonbistram 1987






#Magnolien





Wenn Frühlingsrufe hell tönen im Garten,
dann sehen wir staunend – von Samt umhüllt-
Magnolienknospen, prall darauf warten
dass sie warme Sonne mit Leben erfüllt.

Die Blüten  zerbrechen sehnend  ihr Winterkleide,
und streifen schnell ab den zu warmen Pelz.
Wie leuchtende Tulpen  steh'n sie am Zweige,
seidig, zartrosa,  betörend im Schmelz.

Verwöhnen wie stets uns‘re frostmüden  Augen,
in leuchtender, blattloser Eleganz,
und lassen die Seele mit Schönheit vollsaugen,
sie geben dem Frühjahr den zärtlichen Glanz.

floravonbistram













#Rosen #Ballade



Rosenballade

Ich gehe durch verwildert‘ Land,
verschlungen stehen Kraut und Blumen,
zerborsten ist schon lang die Wand
des alten Hauses.  Dunkle Krumen

der Erde liegen hart und schwer.
Doch sehe ich im Nähergehen,
mit Zweigen, völlig blätterleer,
den dürren Dornenstrauch dort stehen.

Die Sonne lacht, der Wind leis weht,
ganz zart berühr ich ihn, den Kargen,
der rissig, rau und trocken steht
und wünscht, er würde Rosen tragen.

Ich setz mich auf den großen Stein,
der vor dem trock’nen Dornbusch liegt,
tauch in das Frühlingweben ein,
das tanzend eine Birke wiegt.

Mein Taschenmesser ist zur Hand,
behutsam schneid das Holz ich aus,
und säubere das Stückchen Land
dort an dem alt-zerfall‘nen  Haus.

Nach Wochen lockt  die Sommerluft
mich wieder zu dem alten Garten,
es ist, als ob ein Stimmchen ruft:
Komm, lass uns doch nicht länger warten!

Mein Herz schlägt laut und hüpft vor Glück,
denn schon von weitem kann ich sehen,
das Leben kam zum Busch zurück
und ließ das Sterbegrau verwehen.

So grüne Blätter, dicht an dicht
und Blüten, die in Duft mich hüllen.
Und leise eine Blüte spricht:
So kann sich mancher Wunsch erfüllen.



floravonbistram 2006


#Musik zum Streicheln - Tulpen bringen den Frühling Lausch dem Lied de...

#Frühling



Farben der Freude

Gelbe, rote, rosa Tulpen,
grüner Schimmer an dem Baum,
weiße Glöckchen, goldene Sonne
zaubern meinen Kleidertraum.

Kleide mich mit euren Farben,
hol den Frühling mir ins Haus,
muss in Grau und Schwarz nicht darben,
Winter jag ich so hinaus.


FvB1981



Die #Rosenknospe #Beziehungsende




Ich schenkte dir im letzten Mai
die Rosenknospe, zart rose,
ich sagte dir damit Ade,
leb wohl, es ist schon lang vorbei.

Du knicktest voller Wut den Stiel,
warfst sie mir vor den Fuß.
Ich nahm sie auf als letzten Gruß,
so endete dein böses Spiel.

Die Rosenknospe - einst ganz zart -
ist nie so ganz verdorrt,
denn ich warf sie nicht fort,
verwahrte sie auf meine Art.

Du knicktest nicht nur Rosenstiele,
brachst seelenruhig viele Herzen,
und dann - mit einfach seichten Scherzen-
zerstörtest du zu gern Gefühle.

Nun liegt die Knospe in dem Schrein,
und Jahre fliegen übers Land.
Erinnerung an grobe Hand
wird diese Knospe immer sein.


floravonbistram 1994


Gerne würde ich mich wiegen





Gerne würde ich mich wiegen,
in den Träumen - oder fliegen,
durch die Wolken der Gedanken,
über auferlegte Schranken,

Drachen meines Lebens bannen,
die das Nacht - Duell gewannen,
mich mit Feuer heiß umschnaubten
so den Schlaf mir zu oft raubten.

Gleiten möcht ich mit den Winden,
mich von Alltagspflicht entbinden
und auf sonnbestrahlten Bahnen
mehr als Lebenslust erahnen.

Fallend möchte Halt ich finden,
ohne mich an den zu binden,
der mich niemals ganz versteht,
alles nur von mir erfleht.

Ja, so könnte ich es wagen,
Sorgen weit hinaus zu tragen,
um sie himmelwärts zu senden –
so kann manches sich dann wenden.


floravonbistram 1999



#Schwingung #Seelen



Dieses Lied singst du für mich
und deine Stimme kriecht
unter meine Haut
wird zu Händen die streicheln
Jeder Ton – jeder Atemzug
Berührung wie Samt und Seide
Schwingungbeseelt
Wir in Uns


floravonbistram 1976



Eiskönigin


Draußen steht die kalte Schöne,
hebt den glitzernd weißen Stab,
haucht den kalten Nebelatem
mikrofein auf uns herab.

Kleinste Tröpfchen tanzen leise
fangen sich an Zweig und Ast
und erstarren dort zu Eise-
halten kalte Winterrast.

Königin, mit  Deinen Armen
bannst du klirrend Mensch und Tier,
lächelst kalt, bist ohn‘ Erbarmen,
schließt vom Eispalast die Tür.

Dennoch stehen wir voll Staunen,
welchen Zauber du vollbracht.
Wenn die Eiskristalle blühen
tanzt die Zauberin und lacht.



floravonbistram


Winter - Starre Bäume




Ich möcht‘ die abgefall‘nen Blüten,
die windgetragen vorwärts treiben,
schnell sammeln und solange hüten,
bis wir dann  wieder Frühjahr schreiben.

Die kahlen Bäume will ich schmücken,
und ihnen Blätterkronen winden,
sie grünend auf die Äste drücken,
damit sie uns von Frühling künden.

Wenn eisumhüllt im stummen Harren,
umtanzt von zarten Schneesternfüßen,
sie unter Schneelast ächzend knarren,
dann soll‘n sie Sonnenstrahlen küssen.



floravonbistram 20017