#Frühlingsgruß

Frühlingsgrüßen

Sonnenwärme, helles Licht,
erste zarte Blütenpracht.
Dann umschmeichelt mein Gesicht
Frühlingslüftchen; jeder lacht,

alle sind so froh gestimmt.
Vogellieder hell erschallen,
die man bis zur Nacht vernimmt.
Lachend Grüßen hört man hallen.

Menschen wieder glücklich schaun
freudig Scherzen weit und breit,
über manchen Gartenzaun,
denn nun ist es Frühlingszeit.


Floravonbistram 1985


#Virus #Corona-Virus #Corona

Ich traue mich ein Nein zu rufen, 
denn im Vorfeld wurde immer wieder abgewiegelt...


Da wird viel geredet, gerätselt, erzählt,
ein jeder weiß Neues zum letzten Geschehen,
gelesen, gehört und auch schon gesehen,
ein wildes Mutmaßen, was Menschheit nun quält.

Ein Virus entartet, zeigt stets neue Form
Wir sind schwer betroffen, wir wollen uns wehren
Doch gibt es stets jene, die Ängste gern nähren…
Sind sie wohl auch jene, die ändern die Norm?

Was machen die Forscher ganz still im Geheimen,
die durch Manipulieren so vieles zerstören,
sie wollen zur Forscher-Elite gehören,
verseuchen ohn‘ Skrupel die Welt mit den Keimen.


floravonbistram 2020


#Frühlingsballade #Frühling #Frühjahr #Lenz

Meine Frühlingsballade

Heut klopft das Herz in stillem Glück,
weit wandern lächelnd die Gedanken,
blieb doch so mancher Traum zurück,
um den sich nun Geschichten ranken.

Aus ferner, lang vergang‘ner Zeit,
erklingen viele Melodien,
die nicht nur voller Heiterkeit
noch immer in den Bann mich ziehen.

So manches Lied ward einst gesungen,
und viele Spiele sind gespielt.
Warum sind sie nie ganz verklungen
und werden noch ganz gleich gefühlt?

Ich stelle oft mir diese Fragen
und manches werd ich nie verstehn.
Von starken Armen sanft getragen,
soll'n sie mit mir dereinst vergehn.

Der Lenz wird wieder neu erblühen,
der Winter dauert nicht mehr lang
die Vögel wollen heimwärts ziehen.
Mein liebes Herz, mir ist nicht bang!

Die Weidenkätzchen werden blühen
die Knospen stehen prall und rund,
die Blüten werden Staub versprühen.
Die graue Welt wird wieder bunt.

Die Sonn‘ wird hoch am Himmel stehen.
Um schnell erwärmend sie zu küssen,
wird lächelnd sie die Welt ansehen-
Ich möcht im Frühling gehen müssen!

floravonbistram



Ich habe ihn getroffen #Frühling #März


Ich habe ihn getroffen
Tatsächlich und unverkennbar, es ist passiert. Er ist endlich da.
Zuerst bin ich noch etwas zögernd, soll ich wirklich, soll ich nicht...?
Aber ich bin ja ein entschlossener Mensch, also ja, ich laufe los - erwartungsvoll aus dem Haus, mache mich auf den Weg und da ist er...ich kann es kaum glauben, ja, ich muss gestehen, ein wenig bleibt mir das Herz stehen. Es ist doch so, man wartet immer auf ein Zeichen und dann, wenn es kommt, dann steht man erst einmal ein wenig starr da. Doch er lässt mir keine Zeit des Zögerns, mit Macht stürmt er auf mich zu, auf mich ein...unverkennbar sein frischer, verwirrender Duft; seine Kleidung zeigt, er ist noch sehr jung und mutig, denn hellgrün und gelb sind seine Farben. Ungewöhnlich? Ach nein, überwältigend, umwerfend, und dann umfängt mich ein Stimmenwirrwar und wieder stehe ich still und warte einfach ab.
Ja, er ist da...der Frühling ist bei uns eingezogen mit den Paarungsliedern der Vögel, mit den vorwitzigen Forsythien, den Osterglocken und Krokussen, den zarten grünen Spitzen an Baum und Strauch.
Ich wünsche euch auch so einen herrlichen Tag des Begrüßens und Genießens.

floravonbistram2008


#Sonett #Frühlingssonett



Komm, lass uns fröhlich sein 
(Frühlingssonett) 

Komm, lass uns fröhlich sein, wir wollen nichts verpassen,
der Frühling zieht bald ein, jetzt nutzen wir die Zeit
der Freude, dankbeschwingt, es ist nicht mehr verschneit,
und neu erwächst die Kraft, die Sehnsucht uns gelassen, 


tief in dem Herzensgrund. Lass uns die Hände fassen,
uns schallt der Vogelsang durch Feld und Wald. So weit
das Auge sehen kann, macht sich die Welt bereit.
Die Luft erwärmt sich schon, die Sorgen sie verblassen. 


Drum lach mit mir und sing, wirf ab das Wintergrau,
das dich so lang bedrückt, dort in den Himmel schau.
Lass dich von Energie berauschen wie von Wein. 


Wir fangen Harmonie, getaucht in gold‘nes Licht,
das schenkt mit Sonnenglanz uns neue Zuversicht.
So rufe ich dir zu: Komm lass uns fröhlich sein. 


FloravonBistram

2002




#Frühling #Winterende #Frühlingsdurchbruch


Frühlingsdurchbruch

Mein Blick schweift durch das Friedhofsgrau,
das uns den Tag ganz kühl verhängt,
der Vogelsang und Nesterbau
wird wieder wolkenreich verdrängt. 


Am rissigdunklen Baumesarm
hält sich zurück der Knospenbruch,
rauh- heiser ruft der Krähenschwarm
von Feldes unbegrüntem Tuch. 


Doch plötzlich in dem Dunkelsehn
streckt sich ein Baum und es wird Licht.
Ich bleibe freudig schauend stehn
und sehe, was das Grau durchbricht. 


Die Frühlingsbraut im Blütenmeer,
erstrahlt in zartem Rosa-weiß
verbreitet Sehnsuchtsduft umher
Kirschpflaume bricht den Schwermutskreis. 


floravonbistram


#Lyrik #Schreiber #Hochmut #Dünkel




Kennt ihr auch die Lyrikschreiber,
die nur sich im Lichtstrahl sehn?
Wirken schnell wie stille Neider,
wenn sie nicht ganz oben stehn.

Stark zeigt sich ihr Dünkelsinn,
schwärzen an, statt zu erkennen,
dass ein hoch erhob‘nes Kinn
Grund ist, sich oft zu verrennen.

Werden niemals andre loben
wenn es ihnen selbst nicht dient,
denn sie sehen sich ganz oben –
Hochmut, der sich so nicht ziemt.

floravonbistram



#Lächeln #Lachen #Befreiung #Kraft




Lachen

Ich hab das Leben schöngelacht,
auch schwere Kindertage.
Hab meinen Mund nicht aufgemacht,
und stellte keine Frage.

Hab mir gedacht, es ist halt so,
warum soll ich dann klagen,
bin lieber lustig und auch froh,
dann lässt es sich ertragen.

An schönen Tagen Kraft getankt,
`nen Sonnenstrahl gestohlen
und tief im Herzen mich bedankt,
dem Schöpfer anbefohlen.

Und der Gedanke gab mir Recht,
ich fühle mich befreiter,
ich nehme hin, was heute schlecht
und lächle…ist gescheiter.

floravonbistram





#Tod #Geisterfahrer #Verloren




Zerrissen

Stumm wird die Welt jetzt in Wiesen und Wald,
Schönheit der Stimmen ist gänzlich verhallt,
Blumen und Blätter verfärben sich grau,
Wolken bedecken das himmlische Blau.

Mond, Sonne, Sterne sind ohne Gesicht,
Fühlen und Sehen empfinden kein Licht,
Tage und Nächte im Trauergewand,
weil deine Nähe für immer entschwand.

Zerstört von dem Fahrer, der falschen Weg nahm,
der als Todesengel herangerast kam,
du sahst ihn nicht kommen, hast nicht überlebt.
Ein Band ist zerrissen, das Liebe gewebt.

floravonbistram1977




#NeuesJahr #Neujahr #Jahresbeginn


Das neue Jahr

Das Jahr hat nun begonnen
hat seinen Lauf genommen
was es wohl bringen mag?
Wir hoffen ganz im Stillen
dass Wünsche sich erfüllen,
ohn‘ Grund  für Schmerz und Klag‘.

Das Frühjahr soll uns bringen,
worum im Herz wir ringen,
das Glück, es sei uns hold
und gönne uns das Lieben,
von dem die Dichter schrieben,
das sei mehr wert als Gold.

Der Sommer schenk‘ uns Rosen,
das Turteln und Liebkosen,
bevor die Zeit verrinnt.
Doch dann, ganz in der Frühen,
wenn wir zu sehr erglühen
schick er uns sanften Wind.

Im Herbst vergeht das Blühen.
Bevor wir heimwärts ziehen,
uns reiche Ernte grüßt.
Noch ahnen wir kein Ende,
weil   vor der Lebenswende
er farbenfroh uns küsst.

Der Winter sagt uns leise:
hier endet eure Reise,
ein Sehnen bleibt allein,
dass nach dem frohen Walten,
wir unsre Hände halten
und Stille hüllt uns ein.


Flora von Bistram 1986



#2020 #Jahreswechsel #Neujahrsgruß




#Silvester #Neujahr



Silvesternacht

Ich hör ein müdes, leises Seufzen -
ihm lauschend bleib gespannt ich stehn,
seh hell und dunkel, fahl und bunt
gebeugt das Jahr von dannen gehn.

Und sinnend halte ich noch Rast,
denk an sein Wirken kurz zurück,
so viel‘ Nuancen brachte es -
Freud‘, Schmerzen, Kummer, Glück.

Ganz still schau ich ihm lange nach,
nehm meine Andacht hier allein,
bin dankbar für gelebte Zeit
stell auf das Neue Jahr mich ein,

weiß, dass es nicht nur Freude bringt,
seh‘ auch das Leid in aller Welt,
verbeuge mich vor jeder Hand,
die tröstend eine andere hält.

Laut wird begrüßt das junge Jahr,
das strahlend einzieht, Hoffnung schenkt,
doch Freude, Glück und Sonnenzeit
gibt der, der unser Leben lenkt.

Flora von Bistram   



#EineheiligeNacht




Eine heilige Nacht

Es war einmal in einer sternenklaren Winternacht, als der Frost die Welt umfangen hielt und den Atem am Mund gefrieren ließ, ein Paar unterwegs, müde und frierend durch den knirschenden Schnee stapfend. Sorgsam führte der alte Mann die blutjunge Frau, sie war fast noch ein Kind, an der Hand, und man erkannte auch durch mehrere Lagen Pullover, Jacken, Mantel, den gewölbten Leib der Frau, den sie mit einer Hand immer wieder wie schützend hielt.
„Stütz dich auf mich, wir haben es nicht mehr weit.“ Wieder schob er seinen Arm unter ihrem durch, um Halt zu geben, falls sie strauchelte.
Sie blieb stehen, ein krampfhaft unterdrücktes Stöhnen entrang sich ihren fest aufeinander gepressten Lippen, kleine Schweißperlen glänzten auf Stirn und Oberlippe, um sich dann mit den tanzenden Flocken, die ihr Gesicht umspielten, zu vermischen.
„Nur noch ein kleines Stück, komm, ich trage dich, gleich sind wir an dem Stall.“
Kaum dass er sich selbst noch auf den Füßen halten konnte, umfasste er dennoch die nun zusammensinkende Frau, hob sie hoch und bahnte sich mit dem letzten Rest seiner Energie und einem flehenden:“Herr, steh uns bei!“ den Weg zu dem nun schemenhaft im zunehmenden Flockenwirbel auftauchenden windschiefen Gebäude, das er mit seiner immer schwerer werdenden Last schließlich keuchend erreichte.
Quietschend öffnete sich das alte Tor, nachdem er den eisernen Riegel mit aller Kraft zur Seite geschlagen hatte und sie nahmen, bevor sie ins warme Heu sanken, nur noch wahr, dass auch Tiere in dem Stall schliefen.
Wärme und Geborgenheit umhüllte sie, wie sie da nun eingegraben im Heu auf die Geburt ihres Kindes, seines Urenkels warteten und in der Ferne, sich immer weiter entfernend, hörten sie das Donnern der Kanonen und die alles zerstörenden, berstenden Treffer.
Als im dämmernden Morgen der erste Schrei des Neugeborenen erklang, konnten sie eine Glocke läuten hören.
Still reichten sie sich die Hände, Großvater und Enkeltochter auf der Flucht, das Kind, die Frucht einer Vergewaltigung, zwischen ihnen, nun sorgsam in eine Jacke gewickelt und ihre Blicke hoben sich zum Himmel, ein Dankgebet im Herzen –
Gesegnete Weihnachten!


floravonbistram

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen

#Weihnachtswunsch



Weihnachtswunsch

Wir singen von stiller und heiliger Nacht,
und während wir feiern, doch manch einer wacht :
die Mutter, die bangt um ihr sterbendes Kind,
der Nachtwanderer in dem eisigen Wind,
die Frau tief im Elend mit volltrunk‘nem Mann,
der Kranke, der möchte, doch nicht sterben kann,

der Arzt, tief gebeugt über‘m Unfallpatient,
die Schwester, die auf jedes Klingeln hin rennt,
der Mensch auf der Wache im Feuerwehrhaus,
die Hüter des Rechts in Chaos und Staus,
ein einsamer Mensch, ohne Hoffnung und Geld,
Millionen von Hungernden auf dieser Welt,

die Menschen, denen Kriege alles genommen,
dann jene, die niemals wiedergekommen,
geraubt und geschändet, gefangen, gequält,
weil anderen Orts nicht die Menschlichkeit zählt.

Mein Wunsch, dass ein Jeder, der froh feiern kann
nur eine Minute mag denken daran.


Flora von Bistram

Bild könnte enthalten: Feuer, Nacht und Kerzen

#Eiskönigin #Schneekönigin




Die Eiskönigin

Draußen steht die kalte Schöne,
hebt den glitzernd weißen Stab,
haucht den kalten Nebelatem
mikrofein auf uns herab.

Kleinste Tröpfchen tanzen leise
fangen sich an Zweig und Ast
und erstarren dort zu Eise-
halten kalte Winterrast.

Königin, mit Deinen Armen
bannst du klirrend Mensch und Tier,
lächelst kalt, bist ohn‘ Erbarmen,
schließt vom Eispalast die Tür.

Dennoch stehen wir voll Staunen,
welchen Zauber du vollbracht.
Wenn die Eiskristalle blühen
tanzt die Zauberin und lacht.

floravonbistram




Märchentücher





Mystisch zarte Märchentücher,
fein gewebt von Feenhand,
legten heute Nebelfrauen
über unser ganzes Land.
Ich betrete Wunderwelten,
schreite durch das Zaubertor,
öffne meine Kinderaugen,
leihe Raunen ganz mein Ohr.

Lieblich tönen gold‘ne Blätter,
wenn sie raschelnd erdwärts schweben.
Elfen tanzen froh mit ihnen,
schenken allem Glitzerleben.
Ich erlebe and‘re Zeiten.
Eingetaucht in Silberschein,
schmiegen diese Fabelwesen
sich ins off‘ne Herz mir ein.   

floravonbistram im Nebel


#Novembermorgen



Dichter Nebel schmiegt sich in das Tal.
Steigt er auf und kuschelt sich zu grauen Wolken
oder legt er sich sanft auf Wiesen und Felder
und übergibt so der Sonne das Firmament?

Kalter Morgen, du lässt das störrische Laub
unter den Füßen rascheln und knistern.
Zapfen an immergrünen Bäumen, teils hängend,
doch auch majestätisch aufgerichtet
zeugen auch in kältester Zeit von Leben.

Kahl ist der Wald, es frieren die Tiere,
deren Winterkleid noch nicht vollendet ist
und dicht schmiegen sie sich aneinander
in dieser frühen Stunde.

Zugvögel, verspätet oder von weit her kommend
aus noch kälteren Zonen
fliegen rufend, fast meint man in klagendem Ton,
ins Irgendwo.

Krähen sitzen auf knarrenden Ästen,
scharren und picken
auf für den Winter bereiteten Feldern.

Der gestern noch so bunte prächtige Herbst
kleidet sich heute
ins Trauerkleid der Vergänglichkeit.

Dunkle Zeiten? Nein, schau hin, dort die Felder
mit Senf blühen in sonnengelb
und immer noch finden wir bunte Beeren
an fast entblätterten Büschen.



Schau zum Himmel, denn zwischen Wolkenbergen,
die sich in Abstufungen der weiß- grauen Kompositionen
langsam von einem sanften Lüftchen
über uns weiter schieben lassen,
blitzen immer wieder die Kraft- und Leben spendenden Strahlen
der Herrscherin über Tag und Licht.

Dies ist nur ein kurzer Schlaf der Mutter Erde,
um Kraft zu tanken für ein neues Aufbrechen…
Nehmen wir dieses Ende als Beginn,
wie anders können wir dann fühlen.

floravonbistram



#Frühmorgens



Mein Morgen

Verlassen das Dunkel der nächtlichen Träume
umsäuselt voll Zartheit von kusswarmen Winden
betört von den Liedern erwachender Sänger
in Dankbarkeit kann ich die Schöpfung empfinden

Durchschreiten die Tore zum grauenden Morgen
verlassen die Arme der hüllenden Nacht
erfrischendes Tanzen im feuchtwarmen Nebel
in aufgehender Sonne bestaunen die Pracht


floravonbistram um 4Uhr 30



Tanzen in den Wipfelkronen



In den Ästen will ich schwingen,
tanzen mit den Wipfelkronen.
Möchte in den Blättern wohnen,
hell das Herbstlied für sie singen.

Mit den Augen will ich trinken
diese Farben - voll Erstaunen
hören, wie sie leise raunen,
wenn sie sanft zur Erde sinken.

Voller Andacht will ich schweigen,
wenn sie leuchtend bunt sich drehen
und von ihrem Baum wegwehen,
mich vor dieser Pracht verneigen.


floravonbistram 2002