#Träume #Träumen #LandderTräume




Im Land der Träume


Kennst du das Land, wo die Sonne stets scheint
und der Himmel nur manchmal zur Labung leicht weint?
Dort strahlt jeden Tag ein goldenes Licht…
sag nur mein Freund, du kennst es noch nicht?

Lausche den Elfen, der Nixen Gesang,
dem Rauschen der Bäume, des Windes Wohlklang,
tanze mit mir heut – im Haar einen Kranz-
leichtfüßig schwebend den Schmetterlingstanz.

Siehst du, wie Licht sich im Wasserfall bricht,
solch‘ Regenbogen den sahst du noch nicht.
Wenn magisches Leuchten die Nachtwelt erhellt,
erlebst du als Träumer die herrlichste Welt.

Du schaust jetzt so zweifelnd und grinst mich nur an,
weißt nicht, wo  man’s Traumland wohl finden kann.
Vertrau mir ohn‘ Zweifel, lausch in dich hinein,
dann siehst du, was ich seh, kannst mit mir dort sein.

Ach komm, wag zu träumen, nur einmal im Leben,
das Land voller Träume kann Hoffnung uns geben.
Das Leben wird leichter und fröhlicher sein,
Gib dir einen Ruck, steig ins Traumboot mit ein.

floravonbistram 1967



#Sommer #Ballade #Erinnerung #Bach





Ich ruhte, entspannte am plätschernden Bach,
vor Blicken geschützt unter grünendem Dach.
Wie oft habe ich diesen Platz schon gewählt,
wenn lärmende Hektik mich schmerzhaft gequält.

Ich lieb diese Orte und finde schnell Ruh,
Gezwitscher und Rauschen…ich höre still zu.
Seh‘ ich dann das Dörfchen, dort unten im Tal,
dann wird alles Schwere im Leben egal.

Erinnerungsweben mit magischem Duft
lässt mich leicht erbeben in säuselnder Luft.
Es zeigt sich am Waldrand, umflossen von Licht,
was mein Herz vorgaukelt – dein liebes Gesicht.

So lausch ich mit Lächeln dem plätschernden Bach
und schaue versonnen dem Schattenbild nach.
Der Wellen Kantate entstand hier am Ort,
die Lieder der Nornen, sie zogen dich fort.

Wir hatten uns so an die Treffen gewöhnt,
die Stunden der Freuden im Herzen ersehnt.
Die Zeit hat es an sich, zu schnell zu vergehn,
belebend die Hoffnung, uns wieder zu sehn.  

Umduftet von Blüten hast du mich geküsst,
derweil uns Waldsänger mit Liedern gegrüßt.
Und während ein Lüftchen die Wiese durchstrich
erlebten wir Leben, du mich und ich dich.

Die liebende Sehnsucht, erinnerungsschwer
verflog in den Jahren, ich fühl sie nicht mehr.
Vergangen die Liebe, die wir nie bereut,
doch bleibt uns das Ahnen der traumhaften Zeit.

FloravonBistram

Bildergebnis für bach wasser
bild wikipedia

Jeder Tag in deinem Leben


Jeder Tag in deinem Leben
ist für dich von dem geschenkt,
der im Stillen dich begleitet,
deine Schritte sicher lenkt.

Nimm drum dankbar jede Stunde,
und genieße deine Zeit,
denn es kann dir keiner sagen
was dein Leben hält bereit.

Lächel in den neuen Morgen,
auch wenn keine Sonne scheint,
selbst wenn tausend Stürme wüten
und auch wenn der Himmel weint.

Hilf den Menschen, die um dich sind,
hoffnungsvoll nach vorn zu schauen,
meide Hass, du kannst mit Liebe
deinem Ich viel mehr vertrauen.

Gib Gefühle gerne weiter
lehre alle, viel zu lachen.
Jeder Tag in deinem Leben
kann auch andre glücklich machen.


floravonbistram 1971


#Glockenblumen



Glaub den Augen nicht zu trauen,
die dort Glockenblumen schauen, 
wie ich sie als Kind oft pflückte,
Oma damit stets beglückte.

Denn seit vielen Jahren waren
diese blauen wunderbaren,
die besungen oft im Liede
ganz verschwunden – Pestizide


hatten sie schon fast vernichtet,
doch nun hab ich sie gesichtet.
Schützend möcht ich Wache stehn
dass noch viele sie hier sehn


floravonbistram1986


Dank an Radovin für die schönen Bilder





#Freud #Leid



Leid und Freud


So oft bedecken wir des Lebens Narben,
als könnten wir die Heilung nicht erwarten,
verschämt mit hellen traumgeschönten Farben,
um unser Leiden nur nicht zu verraten -
wie sehr wir auch in tiefster Seele darben-
das Schicksal mischt für uns stets neu die Karten.

Doch manchmal ja, dann streichelt es uns sacht
und zeigt uns seine liebevolle Macht.
Dann können Freude wir von Herzen auch bekunden
und alle tiefen Schmerzen sind verschwunden.

Wir warten nicht mehr tief gebeugt von Sorgen,
gehüllt in ängstlich-atemloses Schweigen,
auf neue Pein- wir trotzen nun dem Morgen
und können offen unsre Wunden zeigen,
die schon so lange schwärten, still verborgen.
Den Lebenszug woll‘n wir gestärkt besteigen.

Wir finden endlich Ruhe in der Nacht,
sind morgens dann auch neu erstarkt erwacht.
Wir haben alle Hürden überwunden,
voll Dank erleben wir die schönen Stunden.


floravonbistram











#IchbinIch




Einfach Ich

Bin nicht wirklich richtig schön,
bin meistens doch nett anzuseh'n,
bin herzlich und zu nachgiebig,
bin gern frivol und übermütig,

bin ernst und hoffnungslos verrückt,
bin lieb und gleichzeitig verzückt,
bin warm und doch so kalt zugleich,
bin kratzig, dennoch auch sehr weich,

bin zärtlich und auch furchtbar eigen,
bin schwach, kann große Stärke zeigen,
bin unersättlich und bescheiden,
bin fröhlich und kann furchtbar leiden,

bin laut und manchmal viel zu leise,
bin dumm und doch verblüffend weise,
bin liebenswert und auch mal fürchterlich...
ICH BIN EBEN IMMER EINFACH ICH

1977



#Alter #Zuversicht #Ruhe #Rentner


Wir „Alten“



Vorbei sind die Zeiten voll Hasten und Eilen,
wir können nun endlich auch ruhig mal verweilen,
besinnen, nur schauen und freuen ganz still,
dass immer noch antreibt der Satz: Ja, ich will.

Nun alles in Ruhe, mit Freude gestalten,
gehören wir gern auch für euch zu den Alten.
Wir haben noch Ziele und geben nicht auf,
gäb‘s auch zum Jammern Beschwerden zuhauf.

Die schweigen wir lieber ganz in uns hinein,
woll‘n kein Bedauern und lästig nicht sein,
den Schmerz ignorieren, dann ärgert sich der,
die Zeit voll genießen, fällt‘s manchmal auch schwer.

Doch glaubt mir, ein Lachen so häufig befreit,
auch anderen beistehen in schwerer Zeit.
Einfach nur leben, mit Dank ganz erfüllt,
hat mir manche Schmerzen mitunter gestillt.


floravonbistram

Foto 2017

#Raps #Frühling





Frühlingslust

Fiel die Sonne auf die Erde?
Nein, der Raps kopiert sie nur
und ein gutgelaunter Maler
tupfte farbig Feld und Flur.

Windgesteuert huschen Wolken,
malen Schatten hier und dort,
doch die warme Sonnenzunge
leckt die dunklen Farben fort.

Grüner Teppich lädt zum Rasten
und zum Still- Verweilen ein,
Frühchoral der Flügelträger
kann mein Seelenbalsam sein.

Und die Wälder wogen rauschend,
biegen sich im Frühlingswind,
geben Tieren Schutz und Nahrung.
Dort ich gerne Ruhe find‘.

Lausche still dem regen Leben,
findet es um uns doch statt.
Dankend falte ich die Hände,
trinke mich am Frühling satt.

floravonbistram


#Frühlingsgefühle #Weißdorn



Vollkommen trunken
von des Weißdorns Düften,
von der Kirschblüten Weiß
das Auge fast blind.
Die Ohren betäubt
von Musik in den Lüften,
lässt mich verharren
wie ein staunendes Kind.

Die Sonne befingert
ganz warm mein Gesicht.
Mit Schmetterlingsküssen
umfängt mich ein Hauch.
Die Zeit steht ganz still
und ich atme nur Licht.
Ich fühle den Frühling,
das Kribbeln im Bauch.


floravonbistram 



#Sonnenlicht



Sonnenlicht fließt wie Honig am Horizont
Neugierige Blumenkinder tanzen im Maienwind
Bäume strecken ihre zart belaubten Arme
und ein Singen geht durch die Auen
von Kraft, Erde, Wachsen und Gedeihen.
Ich tanze mit den Blumen, singe mit dem Wind,
fühle mich eins mit Frühling und Natur.

1988






#Ichgebenieauf



Ich gebe mich nie auf

Der Wind lässt die Birken beben
Wie Fackeln stehen die Laternen im Morgennebel
Du hast mir mit Deinem Tun die Nacht gestohlen
Nun irre ich in das Morgengrauen
trinke das verwaschene Blut des Himmels
Tränen waschen meine Seele
doch ich bin allein - allein mit mir und dem Schmerz

Die Dämmerung entschwebt mit ihm im zitternden  Laub
Du hast ohne Bedenken getötet  
du hast meine Gefühle für dich zertreten
Ich aber gebe mich nicht auf  - nur dich
denn ich bin nicht Ich durch dich
Ich fange mich ein und gehe zurück
und du
 – du schläfst tief und fest in meinem Bett –
noch

floravonbistram 1994



#Frühling 3







Mit den Staren

Mit den Staren kommt er wieder,
strahlend hell auf seinem Ross,
sträubt verknautschtes Buntgefieder,
lockt mit Wärme jeden Spross.

Schnee verrinnt in Erdesspalten,
wenn der Jüngling ihn berührt.
Schnell wird die Natur entfalten
was an Farben ihr gebührt.

Schon vorbei die Dunkelklagen,
alle freudig vorwärts sehn,
wenn die Weiden lindgrün tragen,
auf den Wiesen Blumen stehn.

Und die Welt genießt das Beben
unter seinem leuchtend Stab,
Frühling schenkt erneut das Leben,
schickt den Winter in sein Grab.

FloravonBistram 1988


(aus meinem Buch Licht und Schatten)



#Morgenzauber




Alles schläft noch, wenn ich gehe,
Tagerwachen zu erleben,
Zauberwelt, die ich dann sehe,
lässt mich immer neu erbeben.

Sanft umzieh‘n mich Nebelfrauen,
voll Gesang sind Feld und Wald,
Frohsinn meiner Federfreunde
weithin durch den Morgen schallt.

Schimmernd spreizen Sonnenfinger,
malen Wolkenränder gold,
tanzend unter Silberfäden
lächeln Blumenelfen hold.

Diamanten an den Gräsern
schimmern in dem frischen Grün,
weiße Perlen und Rubine
funkeln in der Sonne Glüh’n.

Dankbar staun‘ ich stets aufs Neue,
bleib so oft verzaubert stehn,
und bedaure alle Menschen,
die die Herrlichkeit nicht sehn.

floravonbistram




#Liebe #Liebesaus #Freiheit #EndederLiebe




Die Liebe ist entschwunden

Ich ging stille Wege, umgeben von Feldern,
ich lief voller Freude und sang laut mein Lied.
Mich lockte der Vogelruf dort aus den Wäldern,
zu denen es mich stets voll Sehnen hinzieht.

Für mich so alleine, ganz frei von den Pflichten,
ganz leicht wird mein Fühlen, es wächst meine Kraft,
ich musste ganz einfach vor dir endlich flüchten.
dein Lügen, Betrügen hat mich so geschafft.

Dem Himmel, den Wolken und Tieren zuschauen,
so will ich gern laufen,  ganz weit fort von dir,
hier kann ich auch atmen und bin voll Vertrauen,
nur Frieden und Freude umgeben mich hier.

Ich weiß, was ich liebe, fühl mich ungebunden,
und alles Erinnern tut mir nicht mehr weh.
Die Liebe zu dir ist nun gänzlich entschwunden.
In mir singt die Freiheit ein frohes Ade.

floravonbistram 1994


#Sonett #Frühling



Komm, lass uns fröhlich sein

Komm, lass uns fröhlich sein, wir wollen nichts verpassen,
der Frühling zieht bald ein, jetzt nutzen wir die Zeit
der Freude, dankbeschwingt, es ist nicht mehr verschneit,
und neu erwächst die Kraft, die Sehnsucht uns gelassen,

tief in dem Herzensgrund. Lass uns die Hände fassen,
uns schallt der Vogelsang durch Feld und Wald. So weit
das Auge sehen kann, macht sich die Welt bereit.
Die Luft erwärmt sich schon, die Sorgen sie verblassen.

Drum lach mit mir und sing, wirf ab das Wintergrau,
das dich so lang bedrückt, dort in den Himmel schau.
Lass dich von Energie berauschen wie von Wein.

Wir fangen Harmonie, getaucht in gold‘nes Licht,
das schenkt mit Sonnenglanz uns neue Zuversicht.
So rufe ich dir zu: Komm lass uns fröhlich sein.


FloravonBistram
2002


#Frühling #Gefühle #Turteln und #Kosen #Gedicht



Ein Turteln und Kosen

Wir sind wie neu geboren,
durchströmt von Seligkeit.
Der Frühling vor den Toren
hat uns von Eis befreit.

Der Sonne helle Strahlen
erwecken sanftes Grün
und durch ihr warmes Malen
die Schneeglöckchen erblühn.

Ein Turteln und ein Kosen,
Gesang der fröhlich weckt,
viel Schnäbeln und auch Posen
man voller Lust entdeckt.

Befreit die Menschenherzen
nach dunkler Winterzeit,
mit Lachen und mit Scherzen
umweht uns Heiterkeit.

Floravonbistram 1987