Ich bin im Wald zu Hause



Ich bin im Wald zu Hause,
dort treibt es mich stets hin,
brauch ich nur eine Pause
sucht Ruhe all mein Sinn,

fühl ich mich so ermattet,
möcht still nur in mir ruhn,
dann sei es mir gestattet,
mal einfach nichts zu tun.

Ich lausche still dem Schwingen,
auf dem die Sehnsucht flieht,
die mich im Traum will bringen,
wohin mein Herz mich zieht.

Ich hör die Wellen rauschen,
schmeck Meeresluft und will
dem Wasserkonzert lauschen,
so wird es in mir still.

Mein Wünschen, mein Begehren
fliegt mit dem Wind hinaus,
durch alle Weltensphären
trägt er `s ins Klippenhaus.

Erwacht aus meinem Sinnen,
umfängt das Leben mich,
ich konnte Kraft gewinnen
mein Tag, hier komme ich.

 1989 



Melancholie




Durch Deine Augen
spricht Deine Seele,
ich möchte eintauchen
auf deren Grund,
um den Schmerz zu finden,
mitzunehmen,
ein kleines Pflänzchen
Hoffnung setzen,
damit die Augen nicht mehr
kalte Sonne der Traurigkeit,
sondern das glühende Feuer
der Freude spiegeln.





Tanz im Wind


Es liegt ein Tanzen in den Zweigen
die wiegend auf und ab sich neigen.
Es ist der sanfte Sommerwind,
der sie zum Sonnentanz gewinnt,
wenn er die Blätter leis berührt
und sie zum Schwingen sanft verführt.

Er spielt zum Tanz ein neues Lied,
das mit den Vögeln weiter zieht,
um mit den schönsten Melodeien
die Menschenherzen zu erfreuen.
Sie singen, summen voller Freude:
„Oh welch ein schöner Tag ist heute“

Flora von Bistram


NACHT

Ihre schwarz -gewebten Schleier

umhüllen wieder meine Welt.

Vom Taggeschehen

müde und bewegt,

doch durch den Frieden der Stille

ruhig und getröstet,

gleite ich  hinein

in die Dunkelheit der Nacht,

dankbar für alles Sein

und für das,

was das Heute uns geschenkt





Bild und englische Übersetzung meines Textes:

Himmelsflüstern


Wenn Flüstern aus den Himmeln klingt,
die Sehnsucht durch die Seelen schwingt,
wenn Zauber paarig mit Magie
die Sinne weckt, wie zuvor nie,

Gedanken wie die Bäche quellen,
wenn Lichter jedes Herz erhellen
und Wärme dringt durch kalte Nacht,
dann ist die Liebe heiß erwacht.



In meinem Traum


In meinem Traum

In meinem Traum, ich träumte DICH,
da warst du sanfter Wind,
der zärtlich wärmend um mich strich,
mich wiegte wie ein Kind.

In meinem  Traum, ich träumte, DU
bedecktest mich ganz sacht
mit Rosenblättern und hierzu
hast zärtlich du gelacht.

In meinem Traum, ich träumte, DEIN
geliebter Mund war nah
und koste zart mein ganzes Sein.
Ich träumte es? Nein, es geschah.


Nymphentanz




Hoch droben auf des Berges Zinnen

tanzt die Nymphe mit leichtem Fuß

der Reitersmann eilt schnell von hinnen

sie winkt ihm einen letzten Gruß.



Und wenn in lauen Sommernächten

die warmen Winde lockend wehn

kann man auf Berg und an dem Wasser

die schöne Nymphe tanzen sehn