Manchmal möchte ich nur springen

 

Manchmal möchte ich nur springen,

hüpfen so auf einem Bein,

fröhlich nur ein Liedchen singen,

ohne Denken einfach sein.

 

Auch im Stillesein nur lauschen,

auf die Lieder der Natur,

hören wie die Wellen plauschen

ohne Sorgen, schlicht und pur.

 

Komm mit über Pfützen hüpfen,

gerne halte ich dann Rast,

in die Kinderschuhe schlüpfen,

ohne Eile, ohne Hast.

 

floravonbistram 1997




Wenn uns #Wehmut mal beschleicht

 

Wenn uns Wehmut mal beschleicht

und die Freude nicht mehr reicht,

um den Tag mit Dank zu leben,

lasst uns schnell den Becher heben,

der uns herzbescheiden lehrt,

wie man Harm in Frohsinn kehrt.

 

Er enthält die Wegeszehrung,

die da dient zur Hoffnungmehrung.

Was sich in den Weg gestellt,

schieben wir aus dieser Welt,

und wir tragen beim Durchwandern

dann auch mit die Last des Andern.

 

Trinken wir uns aus der Trauer,

reißen um so manche Mauer,

der Verluste, des Erlebten,

unter denen wir erbebten.

Lasst uns neu gestärkt  betrachten,

was wir so aus allem machten.

 

floravonbistram 2001




#Gärtner in der Flora-Welt

 

 

Als Gärtner in der Flora-Welt

bin ich auf Schönheit eingestellt.

Ich traf heut auf den Schmetterling,

der zur Fee Lilie rüberging.  

Gemeinsam schwebten wir im Tanz

auf Regenbogens leuchtend Kranz.

Wir lieben Träume allerorten,

sie öffnen unsre Seelenpforten

 

floravonbistram




 

...weil ich einfach traurig bin.

 

Vieles macht heut keinen Sinn,

weil ich einfach traurig bin.

Trag schon Tage diesen Kummer,

er vertreibt mir auch den Schlummer,

lässt mich grübeln und auch weinen,

aber dennoch möcht ich keinen

den ich kenne, hier belasten,

mit Gedanken, den verhassten.

 

Dacht, dass wir seit vielen Jahren

wirklich gute Freunde waren.

Ich stand immer für dich ein,

wollte gerne Helfer sein,

deine Hand im Leiden halten

und den Tag mit dir gestalten,

weil er dich doch oft so schafft,

wenn dir fehlt die ganze Kraft.

 

Doch nun hörte ich dich lachen,

über mich dich lustig machen,

dass ich springe, wenn du magst

und du jammerst und auch klagst.

Schnippen mit den Fingern nur

schicke mich auf Helfertour.

 

Ich geh nicht mehr zu dir hin,

weil ich einfach traurig bin.

 

floravonbistram1997




 

#Ballade vom Garkeinglück

 



Ballade vom Garkeinglück

 

so viele menschen leiden not

du futterst still dein abendbrot

und rufst trotzdem: „oh graus,

mein leben schaut so traurig aus.

 

ich hatte nie im leben glück,

schau ich nur einmal still zurück,

ich musste immer glücklos leiden,

drum werd ich einmal sauer scheiden.

 

ihr liegt auf euren ruhekissen,

müsst wirklich gar nichts hier vermissen,

nur ich hab schönes nie gesehn,

muss freudlos eines tages gehn.

 

ich musste hungern, flüchten, weinen,

und hat als trost und hilfe keinen,

selbst mutter war nur bös auf mich.

wer pflegte sie? natürlich ich.

 

egal, was ihr erzählen wollt,

dass schweres euch auch überrollt,

euch ging es gut, drum seid recht still,

weil ich davon nichts nicht hören will.

 

ihr könnt es wirklich ganz vergessen,

mit mir euch ohne glück zu messen,

ich musste wirklich viel ertragen,

drum will ichs leben lang auch klagen.“

 

die worte gehn mir nicht ans herz,

denn einmal ehrlich, ohne schmerz

geht niemand hier durch unsre welt.

doch wichtig, dass man mut behält,

 

und dass man sieht am wegesrand,

dass immer dort ein glücklein stand,

das wir nur wirklich schätzen müssen,

dann wird es uns auch zärtlich küssen.

 

ich bin erschrocken, traurig auch,

du ziehst heran den dunklen rauch

der nichts hier mal erhellen kann.

lass nicht den klagemantel an.

 

wenn wir uns umsehn, zeigt die welt

genug davon, was uns gefällt

in dem auch immer etwas glück

bleibt für den fühlenden zurück.

 

floravonbistram aus gegebenem anlass






  


Ich schwelgte oft in meinen Träumen,

Ich schwelgte oft in meinen Träumen, 
erlebte sie gern lebensgleich, 
ob zwischen Gräsern, Büschen, Bäumen, 
sie machten meine Zeiten überreich, 

 denn sie verdeckten manches Leiden, 
und küssten mich mit neuem Mut, 
ich schaukelte mich in ihren Zweigen, 
und alles wurde einfach wieder gut. 

 So voller Sehnsucht waren die Gedanken
 und Wünsche so oft unerfüllt. 
Das Träumen öffnete die Schranken, 
so blieben sie nicht lange mehr verhüllt. 

 Vom Himmel hingen an den Sternenbändern 
die Früchte aus dem Seelensehnen, 
ich griff nach ihnen, wollt das Dasein ändern, 
damit wir Frieden nicht als Traum noch wähnen. 

 Ich sehe nun den Mond im Nachtverwehen, 
er schenkt dem Dasein stets ein neues Licht, 
in dem wir unser Heute neu gestaltet sehen. 
Ich träume und ich fürcht mich nicht. 

 floravonbistram 2015



 

Durch unser Fühlen liebt sich wilder Flieder,

er sät ein  Lächeln in bereiten Garten,

die Vogelschar entfaltet Buntgefieder.

derweil wir unsre Wunscherfüllung  still erwarten.

 

Aus tausend Kehlen tönen goldne Lieder

die unsre Herzen wohlig warm einhüllen

und es erblühen in uns immer wieder

Gedanken, die uns sehnsuchtsvoll erfüllen.

 

Auf bunten Wiesen tanzen wir die Sonne,

mit Erdbeermündern küssen wir den Tag,

sind trunken von der Düfte Wonne,

wo keinen ich nach einem Ende frag.

 

Der Blumen Lächeln, oh geliebte Zeit,

wie bist zum Freude schenken du doch stets bereit

Die Seelen schweben leis vom Himmel nieder,

durch unser Fühlen liebt sich wilder Flieder.

 

floravonbistram2006






#frühjahr #düfte seele

 

 

Ich laufe in der blauen Kühle

bei jedem meiner Schritte fühle

ich lächelnd, wie der Frühling ruft

und atme tief bekannten Duft.

 

Natur, die mich in Wolken hüllt,

mit Sinfonie die Sinne füllt,

mit ihrem Lichterglanz umgibt,

wie hab ich immer sie geliebt.

 

Wir zehren lange von den süßen

und milden Düften, die uns grüßen.

Die Seelen durch das Frühjahr schweben

und einen Freudenteppich weben.

 

Kommt, atmet mit mir aus und ein,

lasst alle Freude unsre sein,

und öffnet eure Herzen weit:

Willkommen schöne Jahreszeit.

 

floravonbistram 1988




#flieder #frühling

 In diesem Jahr blühn sehr früh wieder

und leuchten weit in heller Pracht
der lila und der weiße Flieder,
erhellen uns den Tag, die Nacht.
Es trifft ein Duft uns, intensiv,
die Sinne öffnen sich dem Sein,
es ist, als wenn er uns laut rief:
„Nun lasst das Frühjahr ein!“
floravonbistram 1997





War Wanderer in ferner Welt

 War Wanderer in ferner Welt,

treib lebenssatt im tiefen Strom.
Schau hoffend auf zum Himmelszelt,
Musik erschallt im Lebensdom.
Das Lied singt Abschied tausendmal,
bevor Vergessen uns trägt heim,
Begegnungen - noch ohne Zahl –
gibt Allem neuen Lebenskeim.
So wird es immer Wandrer geben,
die friedvoll einfach vorwärts streben,
um einst in sehnsüchtigem Chor
durchschreiten froh das helle Tor.
floravonbistram 2011



#ostern #froheostern

 






#märz #wind #frühling #sonne

 

Der Märzenwind weht durch die Bäume,

fasst alle Zweige eiskalt an,

ihn halten keine Blütenträume,

er bläst sich grausam seine Bahn,

 

zerstört den Vögeln ihre Nester,

die ersten Eier fliegen raus,

lässt Äste krachen und zerbrechen,

und rüttelt an so manchem Haus.

 

Und plötzlich dann das kleine Wunder,

die Sonne bricht die Wolken auf,

beruhigt den Wind mit warmen Strahlen,

so nimmt das Frühjahr seinen Lauf.

 

floravonbistram 1993




#ballerinas #schuhe #glück #roteschuhe

 

Ballerinas 1959

 

Welches Glück der Mädchenseele

denn ein großer Wunsch wurd wahr,

glaubt mir, das was ich erzähle,

das ist wirklich wunderbar.

 

Ein paar Schuhe, kaum getragen,

brachte Tante heut vorbei,

denn Kusinchen musste klagen,

dass das Paar zu eng ihr sei.

 

Ich mit damals grad zehn Jahren,

traute meinen Augen kaum,

war mir dann sehr schnell im klaren,

da stand nun mein größter Traum.

 

Rock’n Roll Schuh, das Begehren

aller Mädchen meiner Klasse,

lange musst ich sie entbehren,

viel zu teuer für die Kasse,

 

die für Viele reichen muss.

Um so größer mein Behagen,

war es doch ein Hochgenuss,

Nappaleder so zu tragen.

 

Ballerinas, herrlich rot,

leuchteten weit in den Tag,

würde sie noch heute tragen,

weil ich sie noch immer mag.

 

floravonbistram 1975


            


#freiheit #leben #kraft #dunkel #sonne

 

Ich fliege hoch, ich fliege weit

in meinem Traum, der Freiheit schenkt.

Bin für die Landung nicht bereit,

wenn sie nicht von der Kraft gelenkt,

die sanft den Boden mir bereitet

und über alle Klippen leitet.

 

Auf grünen Inseln, an dem Strand,

wo wohlig mich ein Lüftchen wiegt,

nimmt mich das Leben an die Hand,

zeigt, wie man Ängste schnell besiegt,

weist mir den Weg ganz tief in mich,

und ruft mir zu: Besinne dich,

 

vertrau dir selbst zu jeder Zeit,

und schöpfe aus des Lebens Sein,

dann bist du für den Sturm bereit,

der jedes Leben grenzt einst ein.

Glaub dran, der Sonne heller Schein

hüllt alles Dunkel

 

floravonbistram 2022




#himmel #licht #dank #welt

 

Ich bin ganz still in meiner Welt

nehm dankbar an, was täglich mir

bereitet und gegeben wird.

Mein Blick geht oft zum Himmelszelt,

nur fühlen, hören ist dann hier

geschenkt von dem, der niemals irrt.

 

Empfinde seelisch helles Sein,

bin völlig eins mit der Natur,

die mich umarmt und flüsternd spricht.

Sie hüllt mich in ihr Weben ein,

umwebt mich weich in Weiß-Azur

taucht alles in ein schimmernd Licht.

 

floravonbistram 2015




#frühling #sonne #vogelchor #bach #dank

 

wenn du siehst, wie sich der himmel

weitet, als ob er sich reckt,

und erwachend seine hände

nach der sonne strahlen streckt.

 

wenn die weichen vogelköpfchen

singend sich vom ast erheben

ja mein lieb, dann kannst du froh

einen neuen tag erleben.

 

hör den bach dort zwischen weiden,

wie er froh von durch steine springt,

will hellgrüne spitzen zeigen,

vogelchor vom frühling singt.

 

und wir stehen still zum lauschen,

nehmen auf die herrlichkeit

danken allem sein und werden

für die wunderschöne zeit.

 

floravonbistram



#in stiller nacht #nacht #abschied# erdenleben #wiedergeburt

 

in stiller nacht weint irgendwo

ein mensch, der abschied nehmen muss.

wir scheiden alle, sowieso,

doch keiner kennt das wann, den schluss.

 

umarmen dann mit zartem flügelstreben

die seelen, die uns stets berührten,

die uns begleitet durch die erdenleben

und mit uns gerne die gemeinschaft führten.

 

in stillen nächten finden wir den weg

auf dem wir heim geleitet

uns trennen von dem irdschem steg

auf neue leben liebend vorbereitet

 

floravonbistram



#wald #bäume #wind #heimat

 Ich bin im Wald zu Hause

dort treibt es mich stets hin,
brauch ich nur eine Pause
sucht Ruhe all mein Sinn,
fühl ich mich so ermattet,
möcht still nur in mir ruhn,
dann sei es mir gestattet,
mal einfach nichts zu tun.
Ich lausche still dem Schwingen,
auf dem die Sehnsucht flieht,
die mich im Traum will bringen,
wohin mein Herz mich zieht.
Ich hör die Bäume rauschen,
schmeck Waldesluft und will
dem Vogelkonzert lauschen,
so wird es in mir still.
Mein Wünschen, mein Begehren
fliegt mit dem Wind hinaus,
durch alle Weltensphären
trägt er `s ins Heimathaus.
Erwacht aus meinem Sinnen,
umfängt das Leben mich,
ich konnte Kraft gewinnen
mein Tag, hier komme ich.
© FloravonBistram



#kuss #licht #blüte #frühling

 

 

Den Kuss aus lichterfülltem Leben

will mir die kleine Blüte geben,

die in des Windes leichtem Wehen

auf meiner Haut nun will vergehen.

Doch haftet sie Sekunden bloß,

lässt dann die Wange wieder los

und tanzt mit sanfter Frühlingsluft,

verbreitet noch ein wenig Duft,

legt in das Herz ein frohes Schwingen

und lässt uns fröhlich Frühling singen.

 

floravonbistram2002




#sorgen #tränen #glück

 

Sorgen

 

Viele ungeweinte Tränen

hinter Lächeln sich verstecken,

während and´re Frohsinn wähnen,

weder Not noch Pein entdecken.

 

Mit dem Bild vom Glück im Leben.

nagt im Herzen arg der Kummer,

will nur selten Ruhe geben

raubt auch oft den tiefen Schlummer.

 

Still ergeben, ohne Klagen

trägt so mancher seine Sorgen,

abzuschütteln seine Plagen

hofft er neu an jedem Morgen,

 

will sich lösen, will sich regen,

doch alleine kann er`s nicht.

Die Natur, erfüllt von Segen

legt ihm auf die Lebenspflicht.

 

Und er findet Kraft in Speisen,

die aus lichten Quellen fließen,

sich mit singend leisen Weisen

über alle Welt ergießen.

 

So wird Licht für Geist und Wesen,

lässt erstarken, was erkranket,

dann kann endlich auch genesen

was in Traurigkeit gewanket.

 

Nun ihr Tränen dürft ihr fließen,

spület fort, was hemmen sollte,

jetzt kann sich  uns neu erschließen,

was schon längst sich öffnen wollte.

 

Dass das Licht der Wahrheit flute

tief in Herz, Gemüt und Seele,

dringet ein in Fleisch und Blute

unser Sein nicht mehr verfehle.

 

floravonbistram