#sorgen #tränen #glück

 

Sorgen

 

Viele ungeweinte Tränen

hinter Lächeln sich verstecken,

während and´re Frohsinn wähnen,

weder Not noch Pein entdecken.

 

Mit dem Bild vom Glück im Leben.

nagt im Herzen arg der Kummer,

will nur selten Ruhe geben

raubt auch oft den tiefen Schlummer.

 

Still ergeben, ohne Klagen

trägt so mancher seine Sorgen,

abzuschütteln seine Plagen

hofft er neu an jedem Morgen,

 

will sich lösen, will sich regen,

doch alleine kann er`s nicht.

Die Natur, erfüllt von Segen

legt ihm auf die Lebenspflicht.

 

Und er findet Kraft in Speisen,

die aus lichten Quellen fließen,

sich mit singend leisen Weisen

über alle Welt ergießen.

 

So wird Licht für Geist und Wesen,

lässt erstarken, was erkranket,

dann kann endlich auch genesen

was in Traurigkeit gewanket.

 

Nun ihr Tränen dürft ihr fließen,

spület fort, was hemmen sollte,

jetzt kann sich  uns neu erschließen,

was schon längst sich öffnen wollte.

 

Dass das Licht der Wahrheit flute

tief in Herz, Gemüt und Seele,

dringet ein in Fleisch und Blute

unser Sein nicht mehr verfehle.

 

floravonbistram




#Blumen

 

so viel leben

gottgeschenke

blumen sind so schmeichelnd

 

augentrost

und lebensfreude

schenken sie uns streichelnd

 

seele lächelt

augen strahlen

alle sinne offen

 

und im tiefsten trauertal

lassen sie uns hoffen

 

floravonbistram







Noch hoffen und träumen wir


Bienensummen Blütenfülle
Düfte wundersam und süß
Lachen Singen frohes Scherzen
und der Himmel lächelt blau
In den Lüften tönen Rufe
auch der Wald singt Frühlingslied
in den Gärten die Geräusche
hören sich an wie befreit
Ja wir tragen bunte Kleidung
machen es wie die Natur
werfen ab das Dunkle Enge
Herzen sind im Liebesrausch
Und bei allem frohen Fühlen
lasst uns auch an Jene denken
die dies nicht erleben können
Lasst uns danken für das Sein
floravonbistram 2002



Atemhauch im Werden

 

Atemhauch im Werden

 

Gebt eurem Weg hier Sinn und Ziel,

die Lebensflamme brennt nicht lang.

Ein Atemhauch im Werden-Spiel,

in die man sein Erleben zwang.

 

Ein Tropfen, der so schnell verzischt,

als sei er nie gewesen,

die Tafel, die dort abgewischt,

man kann nun nichts mehr lesen.

 

Wir sind ein Stäubchen, das leis fällt,

ein Wimpernschlag, doch Kettenglied,

verbunden in dem Netz der Welt,

das alles Sichtbare umzieht.

 

Es ist an uns, den Raum zu füllen,

der kurze Zeit uns Wohnung gibt,

die Sehnsucht in die Werke hüllen,

für das, was man hier hegt und liebt.

 

Wir geben unsre Liebe weiter,

umfangen hilfreich jedes Sein,

wir steigen auf der Lebensleiter

in andere Gefilde ein.

 

Es gibt nicht nur dies eine Leben,

es wär Verschwendung, ungerecht.

Wir können’s liebend weiter geben,

bewirken so ein neu‘ Geflecht.

 

floravonbistram 2001




#gefühl

 

gefühl

 

im kommenden  sturm bin ich ganz allein

erlebte viel stürme, trieb in sie hinein,

sie trugen mich immer mit meinem wissen

von harter umarmung und sanften küssen

 

durch alle fernen, hinein in das leben,

sie ließen mich auch sanft entschweben.

im kommenden sturm bin ich ganz allein

von liebe geleitet werd ich dann sein.

 

floravonbistram



#abschiedssehnsucht

 

ich hatte so ein reiches leben

doch nun sehnt sich die seele heim

kann nur noch nehmen nicht mehr geben

die kraft erlischt in jedem keim.

 

ihr müsst nicht nach dem leiden fragen

dass ich schon lange in mir trag

ich  würd für nichts auch nicht verzagen

auch wenn die liebe geben mag

 

von nun an bin ich fremdbestimmt

verliere meiner heimat ort

ich hoffe auf den lebenswind

und wünsch er trägt mich einfach fort.

 

er nimmt mich mit in stilles sein

wo alle schmerzen schnell verwehn

lässt mich in frieden dort hinein

und hell das ende sehn.

 

floravonbistram-uschiheinemann




#Licht und #Schatten

 Licht und Schatten

Hinter Fenstern tanzen Schatten
fahles Licht weist mir den Weg
Falter fliegen wirr an Lampen
werden still daran verglühn.
Marktplatz - düster, ohne Leben,
grinsend turnen Hausgesichter.
Blumen liegen welk, zertreten
und der Brunnen schimmert grün.
Und das Sehnen ist Begleiter,
Tag und Nacht gehn Hand in Hand,
rabendunkle Du-Gedanken
lassen nicht den Himmel sehn.
Dann, von fern ein kleines Stimmchen
ruft und klagt, es singt und lacht...
Nachtigall im Park des Lebens
lässt mich lächelnd stille stehn.
Ist es wohl dein Ruf von Jenseits,
der mich rüttelt, wach zu sein,
der mir winkt mit Klang und Farben,
die für uns am Wege blühn.
Nun wird auch der Himmel heller,
Sonne schiebt die Nacht hinweg.
Dankbar atme ich den Morgen,
denn das Leben ist doch schön.
FloravonBistram 1977

Foto eigenes


#Luftballon

 Du liebster Luftballon in meiner Kinderhand,

wie warst du schön, so rund und wunderbar
und gar so kunterbunt!
Du süßer Kindertraum, schwebtest ganz leicht davon,
bis an den Himmelsthron,
und traurig war das kleine Herz-
Er kehrte ja nicht mehr zurück.-
Ein ausgeträumtes kleines Glück.

Du Wunderball an einer langen Schnur!
Ich tanzte gern mit dir, auf meiner Freiheitstour
und stieß und knuffte dich nach allen Seiten.
Im luft’gen Reigen warfst du feine Schattenspur,
und helle Jauchzer war'n froh Begleiten nur.

Doch was alles musstest du ertragen,
bis du dich bäumtest und mit Krach dir platzte
der feine Gummikragen!
Dann lagst am Boden du,

mein Glück, total zerfetzt-
und Kinderaugen so entsetzt,
hielt man in den Händen nur,
die ganz erschlaffte lange, dumme Schnur

Kein Wert, kein Kinderglück!
Nur riesengroßer Seelenschmerz
durchfuhr das kleine Kinderherz.
Wem ward dies bunte Glück nicht auch beschert-
die zarte Kinderfreud
so lieb und auch so leidenswert,
denn immer war dies Glück ja nur für kurze Zeit.

 

1969


Kunstdruck Mädchen - Mädchen Mit Luftballon Und Schmetterlingen, Banksy-Style

#Glücksminuten #Glück #Güte #



Glücksminuten

Die Güte, die das Schicksal schenkte,
sie ist ganz Dein, die dich auch lenkte
und still ist alles gute Weben
was dir das Leben gern gegeben.

Wer nach dem Glück des Guten strebt,
auch immer wieder es erlebt
und weiter seine Freude gibt,

spürt bald, er wird dafür geliebt.

Schau nie auf Niedertracht zurück,
spür in dir lieber kleines Glück.
Erstrebe immer nur das Licht,

dass Dunkel um dich schnell zerbricht.

Kannst du dein Heute froh erleben,
wird es ein gutes Tagwerk geben

und um dich wird es heller scheinen,

wenn Freunde sich im Lächeln einen.


Die Gegenwart, sie eilt vorbei
und gibt sich täglich dir auf neu.
Was sie uns schenkt, ist neues Leben,
ward oft vom Freund uns still gegeben.

Betracht mein Gestern ich in Ruh’

und schaue still den Andern zu,

will, dass mir stets ein Lied gelingt,
das allen neue Freude bringt.



floravonbistram1988




#Künstler #Schauspieler #Sänger

 

Ihr hüllt mich ein in eure Kunst,

ihr malt der Bühne ein Gesicht,

ihr schwebt, ihr stürmt, verbreitet Dunst,

durch den die Zauberwelt besticht.

 

Ob Turner, Tänzer, sanfter Sänger,

ob Magier und Sandbildmaler,

auch Einradfahrer, Trapezhänger,

Märchentante, Farbenstrahler.

 

All euer Wirken, voll von Geben

mir so viel Freude schon geschenkt,

ist wert, dass man das herrliche Erleben

mit einem Herzenspreis bedenkt.

 

floravonbistram




Letzter #Abschied

 

 

Letzter Abschied 


Welch ein hartes, wehes Beben,

welche Macht und doch so still,

als ob Schmetterlinge schweben,

wenn die Seele weinen will. 


Deine bleichen Lippen schweigen,

sagen nie mehr zärtlich „Du“

Deine schönen warmen Augen

zwinkern mir nun nie mehr zu. 


Sonnenstäubchen tanzen Reigen

auf dem Bett und an der Wand,

Flöten höre ich und Geigen –

lausche ihnen wie gebannt. 


Schluchzend nehm ich deine Hände

hab sie inniglich geküsst.

Stehe vor des Leben Wende

weil du still gegangen bist. 


Der Himmel öffnet weit die Tür,

denn deine Seele will nach Haus,

und tränenblind steh ich vor dir-

doch lasse ich sie still hinaus. 


floravonbistram 1978 



#HARMONIE, #ECHO DER #STILLE!

 

HARMONIE, ECHO DER STILLE!

Die Stille ist ein guter Freund,
in der man Sonnenstrahlen fängt.
Und hörst du auch kein einzig’s ´Wort,
nur wenig gibt’s, das dich beengt.

Viel Schönes lebet fort in ihr,
all die vergangen schönen Stunden,
die einst im Leben man gefunden,
umkränzte sie auch manches Leid.

Die Seele ist ja so bereit,
all ihre Leiden zu vergessen,
um alles, was sie einst besessen,
hinzugeben - sanften Freuden.

In ihr lebt jene stille Kraft,
die immer neue Wunder schafft,
in der sie bleibt, die Harmonie,
gegeben dir, du weißt nicht – wie.

Viel Farben ineinander gleiten,
angeschmiegt hinüberleiten,
in ein wundersames Spiel
und ein neues Ganzes werden.

Welche Lust auf dieser Erden!

 

1985



EIN WEITER WEG!

 

EIN WEITER WEG!

Der Weg,
der hoch über den Wolken
zu den Sternen führt,
ist beschwerlich und lang,
wenn deine Flügel erlahmen.

Es ist der weite Weg
zu den Unsichtbaren,
den gestrengen
und doch
so liebenswerten Wesen,
die uns manchmal nahe sind.

Wohnt es
über den Sternen,
das hellste Licht, das wir erahnen,
dessen Glut uns blendet,
und sind es die Engel,
die uns
vor seiner erhabenen Macht schützen,
damit wir nicht erblinden?

Sehr weit und lang ist der Weg,
der über den Sternen zum Licht führt.

Unendlich weit!


floravonbistram




Dunkler #Herbsttag

 

Dunkler Herbsttag

Himmel voller Wolkendunkel-
in den Fenstern Lichtgefunkel.!
Regen rinnt von allen Dächern,
Fensterschutz vor den Gemächern!

Plitscheplatsch machts in der Tonne.
Fass läuft über, welche Wonne!
Garten feiert Wasserfest.
Vogel hockt im dichten Nest.

Sonne stört das Nebeldicht,
hält die Hände vor’s Gesicht,
mag nicht auf die Erde schauen.
Gänsehaut und Kälteschauern!

In der Stube kalte Füße-
schicken herbstlich stille Grüße,
möchten sich im Bett verstecken,
schlüpfen unter warme Decken.

Genug! Genug!
Komm, Wärmekrug -
wirst mir noch warme Stunden gönnen,
wo die Gedanken ruhen können.

floravonbistram



GRAUE UND HELLE TAGE


GRAUE UND HELLE TAGE

Im Strom der Zeit vergehen unsre Tage.
Der Uhren Gleichmaß stehet niemals still.
An jedem Tag erreicht uns neue Frage-
und keiner weiß, wie's weitergehen will.

Die schönsten Stunden können wir nicht halten.
Sie flüchten wie das Glück, das wir gelebt.
Wir möchten gern die Zukunft neu gestalten
und sind doch in ein Muster eingewebt.

Und trotzdem ist ein Gutes uns geblieben
ein freier Geist, der manche Stunde lenkt,
und können wir so manches auch nicht lieben,
viel stilles Freuen wird uns doch geschenkt.

Was einmal war, sind jetzt Erinnerungen,
die traurig machen und zugleich erfreun.
Ist eines Reifens Glück in dich gedrungen,
kann dich ein Falsches nicht mehr sehr gereun.

Wir leben gegenwärtig - das immer neue Heute,
das uns belebt und unsren Hunger stillt-
und denken abends, was uns heute freute,
oft auch der Leidenden man still gedenkt.

floravonbistram







#Wintersonne #Winter #Kälte #Frost #Einsamkeit #Hoffnung

 Wintersonne

Wenn in dunklen Wintertagen
die Gedanken traurig wandern
und es fängt dich Jammern, Klagen,
höre auch mal auf die Andern.
Wenn die Einsamkeit will lähmen,
jeder Tag nur traurig winkt,
und wenn alle gute Laune
unter einen Tiefstpunkt sinkt,
öffne doch nur Herz und Augen,
Ohren, Fühlen, alle Sinne,
schau und lausche. Lass nicht rauben
dir des Frohsinns leise Stimme.
Plötzlich reißen auf die Wolken,
geben etwas Himmel frei,
lassen Kummer so entfliehen,
Dunkel wird nun einerlei.
Helle Wintersonnenstrahlen
streicheln dich und dein Gemüt.
Fühl, wie damit große Stärke
auch in dir ganz still erblüht.
Sie erfüllen deine Seele,
bringen Licht und Hoffnung mit,
geben Kraft und darum wähle
Lächeln, halte mit der Sonne Schritt.
floravonbistram 1996



#Mensch #Penner #Mitgefühl #Bank

 

Mensch

 

Ein Mensch liegt dort auf jener Bank,

auf dem sich sonst die Pärchen küssen.

Er starrt vor Schmutz und den Gestank,

wird man ganz einfach dulden müssen,

 

wenn man ihm Beistand geben will.

Die Haut fast grau, verfilzt das Haar

und die Klamotten aus dem Müll.

Nichts zeugt von dem, der er mal war.

 

Oh bitte, ja, dreht euch nur weg,

mag es euch niemals so ergehen.

Doch wir, wir bauen einen Steg

voll Mitgefühl und voll Verstehen.

 

© Flora von Bistram 2002




#Advent #Adventszeit

 Die Zeit der Stille

und der Lichter des Gedenkens
an eine Zeit, die so lange zurückliegt.
Advent
Adventus Domini, Ankunft des Herrn
Doch auch für Menschen,
die nicht- oder andersgläubig sind,
ist es,
bedingt durch das Ruhen der Natur,
die Zeit der Stille,
die Zeit der Zauber,
der Kindheitserinnerungen.
Eine frohe Adventszeit wünscht

floravonbistram



Deine Seele schwingt im Schweigen #Seele #Harmonie #Schweigen

 Deine Seele schwingt im Schweigen,

öffnet sich der Harmonie,
wenn Gedanken rein sich zeigen
klingt Natur als Melodie.
Darum öffnet eure Herzen,
für das Helle, Klare gern,
mit dem Licht der Stille-Kerzen
haltet ihr das Dunkel fern.
floravonbistram1995