Fortschritt
#Gedichtefloravonbistram, poesiefloravonbistram, #ausgewähltegedichte-floravonbistram
#Fortschritt #Wissenschaft
#Träumen #Vergessen
Lass
mich noch ein wenig träumen,
gib
mir bitte etwas Zeit,
um zu
tanzen mit den Wolken,
ehe
sie der Wind vertreibt.
Lass
mich noch ein wenig singen,
bleib,
dann singen wir zu zweit
laut
im Chor mit all den Vögeln,
ehe
sie der Schnee vertreibt.
Lass
mich noch ein wenig finden
was
mich mit dir glücklich zeigt,
all
die Bilder tief im Herzen,
eh
Vergessen sie vertreibt.
floravonbistram
1978
#Alt #Altenheim #Eltern #Großeltern #Allein #Abgeschoben
In vielen Wohnungen, in Altenheimen sitzen alte Menschen, Eltern, Großeltern.
Sie haben ihr Leben lang gearbeitet
und sich immer Zeit für die Kinder und Enkel genommen.
Oft bis an die Erschöpfungsgrenze gearbeitet, gesorgt, gekümmert.
Und nun warten sie ...
Keine Zeit
Wolltest du mich noch umarmen?
Nein, du hattest keine Zeit.
Oder nur mal nach mir schauen?
Ging nicht, Weg war viel zu weit.
Möchtest du ein wenig plaudern?
Dein Terminkalender ist zu voll.
Könntest du für mich was kaufen?
Weißt nicht, wann es passen soll.
Ja ich weiß, ich werde lästig,
weil ich selber nichts mehr kann,
und so weine ich im Stillen,
denke immer wieder dran,
wie in lang vergang‘nen Jahren
ich für alle jederzeit,
ganz egal, wie ich mich fühlte,
stellte meine Zeit bereit.
floravonbistram
#Morgengrauen #Meer #Ufer
Ganz still sitz ich im
Morgengrauen
und sehe Schleier auf dem
Meer,
ich seh sie tanzen – Nebelfrauen,
der Wind treibt sacht sie
vor sich her.
Dort in der Lüfte zartem Weben,
im Dämmerlicht, am
Uferrand,
fühl ich sie zu den Dünen
schweben,
Berührungen an meiner
Hand.
Ein feuchter Kuss, ein
zartes Streichen,
und ehe ich es fassen
kann,
da lässt die Sonne sie
entweichen
ein neuer Tag fängt für
uns an.
2008
#Urlaub #Meer #Wasser #Freiheit #Strand #Sand
Urlaub
Sonne sticht
bringt Lebensgefühl
Wasser fließt träge
Wir empfinden
liegend am Ufer
Genuss der Freiheit
Urlaub
floravonbistram 1988
Leg dich zu mir
in den goldenen Samt
des Flussufers
Lass uns träumend
dem springenden Wasser
den fliehenden Wolken
zusehen
und Gedankenbildern
lauschen
die von Heimat in der Ferne singen
Manchmal glaubte ich nicht dran
Manchmal glaubte ich nicht
dran,
dass ich das alles
schaffen kann,
was jeder Tag von mir
verlangt.
Habe still allein für mich
gebangt,
denn alles wurde mir zu viel,
ich kann nicht mehr, war
mein Gefühl.
Doch immer zeigte sich ein
Licht,
es rief in mir, verzage
nicht,
denn du bist niemals ganz
allein,
es werden viele Helfer
sein.
Ich spürte plötzlich warme
Hände,
das schlechte Fühlen nahm
die Wende.
Es flutete mir neue Kraft,
die hilfreich ist, dass
man das schafft,
was vorher unbezwingbar war.
Das zeigte mir ganz hell
und klar,
dass man doch nie verzagen
soll:
Das Leben zeigt sich
kräftevoll.
floravonbistram 2002
#Regen #Sommerregen
Sommerregen
Regenverhangenes silbernes Weben
umfließt heut die Bäume, die Wiesen und Felder
Dankbar begrüßt die Natur neues Leben
und seidiger Chiffon umhüllt unsre Wälder.
Der Regen, der sich endlich reichlich ergoss,
nahm kühlend der Hitze den brennenden Hauch,
er füllte mit Wollust den erdigen Schoß
er füllt Bäche, Seen, labt Blume und Strauch.
floravonbistram1984
#SpanischeNacht
Spanische Nacht
Diese Nacht ist phantastisch-
sternenklar u. berauschend.
Atemlose Lust weckt der große,
rot-goldene Mond.
Das Dämmerlicht umfängt uns.
Dieses ganz besondere Licht,
das die Haut so sinnlich,
so verführerisch schimmern lässt.
Ein leichter Wind ,
der sanft die Seele streichelt.
Milde Luft,
von der man nie genug atmen kann.
Ein zarter Hauch,
der uns immer wieder zittern lässt -
aber nicht vor Kälte.
Ich kann mich nicht bewegen,
aber ich will es auch gar nicht.
Du siehst die Lust
in meinem Auge glitzern,
wie ich auch in deinen.
Wenn alle Nächte so wären
bräuchte ich keine Tage mehr.
floravonbistram 1983
#WennderMonddieSonneberührt #Mond #Sonne #Tag #Nacht
Was geschieht mit Mond und Sonne
Wenn der Mond die Sonne berührt,
wenn er zärtlich sie verführt,
wenn sie in seinen Arm sich schmiegt
und er sie sanft im Mondlicht wiegt.
Was wird mit Nacht und Tag passieren,
wenn Mond und Sonne sich berühren?
Sind wir dann Eins in Zeit und Raum?
Bleibt das für immer nur ein Traum?
Wer glücklich ist bei Tag und Nacht,
hat diesen Traum schon wahr gemacht.
Denn nur wer liebt, der kann es spüren,
wenn Mond und Sonne sich berühren!
Dieses Gedicht entstand zur Sonnenfinsternis 1968
Gedankenbilder
Gedankenbilder
Leg dich zu mir
in den grünen Samt
des Flussufers
Lass uns träumend
dem springenden Wasser
den fliehenden Wolken zusehen
und Gedankenbildern lauschen
die von Heimat
in der Ferne singen
floravonbistram 1983
Mein Lebens-Born #Wald #See #Abend
- Born im Sinne von"ein kühler Born"
- Brunnen, Wasserquelle
#Heilung # Nachtigall
Heilend
Ich fühl mich krank, es schmerzt und nagt
mein Herzleid und die müden Glieder,
sind Grund, dass ich so sehr verzagt.
Ich setz mich auf der Lichtung nieder.
Ganz warm umhüllt mich zart und sacht
die Ruhe, die ich mir ersehne.
Der Mond erstrahlt hell durch die Nacht.
Im Wald ich mich alleine wähne.
Doch Knistern hier und Schuhu dort,
ein Huschen dicht an mir vorbei,
ein Ruf erklingt von nahem Ort
und plötzlich fühle ich mich frei,
denn als ins Sinnen ich verfall
und grübelnd mich bedauern will
ertönt das Lied der Nachtigall
durchströmt die Nacht und macht mich still.
floravonbistram 1986
Mein Morgen
Mein Morgen
Verlassen das Dunkel der nächtlichen Träume
umsäuselt voll Zartheit von kusswarmen Winden
betört von den Liedern erwachender Sänger
in Dankbarkeit kann ich die Schöpfung empfinden
Durchschreiten die Tore zum grauenden Morgen
verlassen die Arme umhüllender Nacht
erfrischendes Tanzen im feuchtwarmen Nebel
in aufgehender Sonne bestaunen die Pracht
Ich kann nur empfinden wie bin ich gesegnet
durchschreite ich fühlend hier mein Paradies
Gedanken umarmen den gütigen Schenker
der mir diese Gaben einst zukommen ließ.
floravonbistram um 4Uhr 30 1989
Geh deinen Weg
Geh deinen Weg
ungehindert und konsequent
ignoriere die Steine,
die dir Menschen vor die Füße werfen.
Übersteig sie,
geh um sie herum,
räume sie beiseite,
lass dich nicht aufhalten.
Niemals ist ein Weg nur gerade,
darum gib nie auf,
traue deinem Instinkt
und folge ihm allein.
Kommt dir der Weg dornig vor
achte auf die Rosen,
die immer zwischen den Ranken
für die Sehenden blühen.
Ist er sumpfig
und dich beschleicht die Angst,
stecken zu bleiben,
ergreife ruhig einen
morschen Ast,
er wird in deinem Vertrauen Halt sein.
Fürchtest du die Dunkelheit,
die dich wabernd umschließen will,
sing ein Lied und lausch
auf das klingende Echo der Natur.
Allein bist du nie,
denn eine schützende Hand
wird dich immer geleiten,
leg dein Haupt und dein Herz in sie.
floravonbistram1978
#Wandel
Wandel
Sieh den Wandel in den
Weiten
dort in Wald und Feld und Flur,
folg mir mit den
Himmelszeiten
auf der Lebens-Jahresuhr.
Voller Frieden ist mein
Schauen
und ich werde in mir froh,
weil ich seh, wie in den
Auen
Morgenlicht brennt
lichterloh.
Frühlingssonne küsst sanft
wärmend,
taut den Frost von Halm
und Blatt
und die Vögel, singend,
lärmend
sind vom Hochzeitswerben matt.
Wird es Sommer, schenkt
die Sonne
Stärke, Kraft, doch in der
Glut
brennt nicht nur die Liebeswonne,
sehnt man sich nach kühler
Flut.
Bunt die Blätter in den
Wäldern,
stiller wird es in dem
Hain,
mit Getöse auf den Feldern
fährt man nun die Ernte
ein.
Wärme schwindet mit den
Lichtern,
die der Himmel uns
geschenkt
und mit Fragen in
Gesichtern
mancher an sein Gestern denkt.
Rieseln dann ganz leis die
Flocken
deckt der Schnee die Welt
sanft zu.
Kuscheldecken, warme
Socken
geben uns dann Winterruh.
Lebensbilder, Jahreszeiten,
Werden- und Vergehens Sinn,
werden immer uns begleiten
bis zu unserm Ende hin.
floravonbistram 1989
#Lenz #Frühling
Lenz



















