Komm näher




Ein neues Buch ist nun auf dem Markt, 
wieder einmal Gedichte.
Ich nannte es KOMM NÄHER,
denn viele der Gedichte sind Berührungen 
mit der Natur, mit dem Leben
und die kann man nur erleben,
wenn man näher kommt.



Erhältlich bei Amazon unter



ist zum Anklicken

Wie eine Feder






Eben noch schwebend

im Himmel

der explodierenden Gefühle

und jetzt,

am Boden,

noch nicht zerstört

noch ein wenig

Sonnen beschienen-

meine Hoffnung

kleine Feder



Du kommst nie wieder



In meiner Einsamkeit sitz ich, um dir zu schreiben 
mein tiefes Sehnen auf ein Blatt Papier. 
Der Regen trommelt an die Fensterscheiben, 
mein ganzes Fühlen ruft nur noch nach dir. 

 Im tiefen Herzeleid verstummen unsere Lieder, 
die die Natur für uns gesungen hat. 
Vergeblich duften Veilchen, Rosen, Flieder, 
schon färbt die Jahreszeit ein letztes Blatt. 

Mit einem Flüsterhauch füllt sich mein stilles Zimmer, 
es klingt in mir leis eine Melodie, 
doch in des Tagesausklangs letztem Schimmer 
umweht mich dunkle Trauersymphonie. 

Noch eine Liebesnacht, mein Wunsch bleibt unerfüllt. 
Du kommst nie wieder 
und es gibt nichts, das meine Sehnsucht stillt.


 © Flora von Bistram 





Vergilbte Briefe



Da sitzt sie still und liest in längst vergilbten Briefen
Vergangenheit steigt auf aus fast vergess’nen Zeiten,
ihr ist, als wenn vertraute Stimmen nach ihr riefen,
sie fühlt das Gestern  sanft ins Heute gleiten.

Es steigt ein Duft nach Rosen aus den alten Seiten,
Erinnerung weckt Träume, die so lange schliefen,
und kann  das Hochgefühl von damals neu bereiten,

Da sitzt sie still und liest in längst vergilbten Briefen.



© FvB





Neuer Anfang





Wie die Kondensstreifen am Himmel
gehen die Bahnen unseres Lebens
nie gerade, sondern überschneiden
und treffen sich,
oft auch immer wieder
mit den gleichen Erleben.

Die Seele befreien vom Ballast der Zeit,
im Spiegelklar des Wassers
das Wahre sehen zu können,
um einem neuen Anfang
Vertrauen schenken zu können.
 
FvB 



Nachtgedanken








Wunderbare Welt.
Schauen ist manchmal wie ein Gebet.
Unermessliche Schönheit
um uns herum.
Schützen wir diese
unsere Welt.



Verweile mit mir
und lass den Abend wirken
lauschen wir den Stimmen der Nacht



Einladend-
doch wird uns Einlass gewährt
wenn wir darum bitten


 Eine Treppe empor
Auch das Leben besteht aus Stufen
die wir manchmal
leichten Schrittes
doch mitunter auch nur
mit Anstrengung ersteigen können

Ein offenes Tor im Dunkel
Ist da ein Weg
den wir furchtlos beschreiten könnten?

Lachend geboren

 



 
Ich wurde schon lachend geboren
ein zahnloses Freuen, von Ohr zu Ohr,
ich habe es auch nicht verloren,
das Lächeln herrscht heute noch vor.
 



Egal, was passierte
 zu jeglicher Zeit,
ein Lächeln, ich schwör's Euch,
von Sorgen befreit 

FvB



Kraftspenden





Rot -goldener Schimmer liegt über dem Meer,
das glitzernd und schäumend den Sonnenkuss trinkt,
erbleichende Nacht in das Sphärenbett sinkt,
nimmt mit sich der Wolken grau wogendes Heer.

Im Zauber des Morgens, der Strand menschenleer,
verlockt mich das Wasser, das rauschend mir winkt,
das jubelnd mich aufnimmt, im Sonnenlicht blinkt.
Getragen von Wellen, was wünsch ich mir mehr?

Vergesse ich treibend all meine Schmerzen
Erkämpfe mir lächelnd stets neu jeden Tag
nicht achtend derer, die gerne anschwärzen.

Ich wünsch ihnen Frieden, so gut ich’s vermag.
Durchschwimme ich kraftvoll die offene Pforte,
verlass ich gestärkt die Kraftspende – Orte.
 
 
FvB
 
 
 
 

#Kraft






Kraft

Ich glaubte schon, ich hab es geschafft.
Gleich dem Ritter,
der furchtlos den Drachen besiegte,
stellte ich mich kraftvoll dem Kampf des Lebens.
Gegen die Unbillen der Bürokratie
stemmte sich mein ganzes Selbst.

Ich schwamm durch eisige Meere des Hasses,
kämpfte gegen gigantisch
mich anrollende Fluten der Erinnerung.
Auch die riesigen Geröllmassen der Trauer,
die steinigen Wege des Lebens
konnten mich nicht schrecken.

Ich übersprang die klaffenden
und brodelnden Krater der Sorgen.
Doch nun fehlt mir ein Arm des Handelns
Der Fuß, um sicheren Stand zu haben,
wurde mir von EUCH amputiert.
Ihr lasst mir keine Luft zum Atmen
und nun die Versuche,
mir das Herz aus der Brust zu reißen.

                    NEIN! NEIN! NEIN!

Meine Seele bekommt ihr nicht auch noch.





fvb 2004

Vergissmeinnicht




In meinem Garten, ganz versteckt,
dort hinter dem alten Kirschenbaum,
da habe ich heute mit Freuden entdeckt
den anmutigsten Frühlingstraum.

Hell leuchtend, begleitet von Tausendschön
und Krokussen, reich an Farbenlicht,
sah ich sie blau lächelnd die Gesichter dreh‘n
zarte Frühlingsboten, Vergissmeinnicht.

FvB 1967






Frühlingsgefühle




Vollkommen trunken
von des Weißdorns Düften,
von der Kirschblüten Weiß
das Auge fast blind.
Die Ohren betäubt
von Musik in den Lüften,
lässt mich verharren
wie ein staunendes Kind.

Die Sonne befingert
ganz warm mein Gesicht.
Mit Schmetterlingsküssen
umfängt mich ein Hauch.
Die Zeit steht ganz still
und ich atme nur Licht.
Ich fühle den Frühling,
das Kribbeln im Bauch.