#Dämmerstunde #Abend #Frieden Sterne

 

Dämmerstunden
In diesen wundersamen Stunden
geht Segen durch den Raum,
ich fühle mich so eng verbunden,
den Stunden zwischen Tag und Traum,
die uns von Frieden kunden.
Das Abendlicht fällt auf die Wände.
Es naht des Tages Ruhezeit.
Noch woll’n nicht ruhen meine Hände,
Gedanken sind noch nicht bereit,
zu hüllen sich ins Abendkleid.
Die dunklen Schleier leis’ sich senken,
bedecken bald die Ruhewelt.
Ganz friedlich werden Sterne blinken,
am weiten, hohen Himmelszelt -
so mancher still zur Erde fällt.
Es ziehe Segen in die Herzen,
dort, wo geschah ein schweres Leid.
Er lindre Weh und viele Schmerzen.
belege sie mit Heiterkeit,
dahin flieh‘ Not und Bitterkeit.
floravonbistram1974



#Sonne #Sonnenstrahlen

 

Sonnenstrahlen
Ich sammelte so manches Jahr
im Sommersonnenschein
mal hier, mal dort, wo sie grad war,
mir viele Strahlen ein.
Ihr denkt, ich wär nun strahlenreich
und sonnenwarm durchglüht,
lauscht nur und ich verrat sogleich,
wo jeder Strahl nun blüht.
Ich sah in dunkle Stuben rein,
erblickte Leid und Schmerz
und rief: Ihr sollt nicht traurig sein,
die Sonne wärmt das Herz.
Verteilen will ich Strahl für Strahl,
dass sie das Licht verschenkt
und ihr erinnert euch einmal
dass jemand an euch denkt.
floravonbistram1966



#Hoffnungsschuhe #Hoffnung #Stärke

 

Hoffnungsschuhe, mir gegeben,

gehen mit mir durch den Tag.

Wollen mir die Stärke geben,

dass ich alles gut ertrag.

 

Hoffnungsschuhe trag ich bloß,

manchmal passe ich nicht rein.

Manchmal sind sie mir zu groß,

sollen dennoch meine sein.

 

Hoffnungsschuhe nie verblassen,

jeder für mich Kraft gewinnt,

Fußabdrücke hinterlassen,

die ein JA zum Leben sind.

 

floravonbistram1975








#Kalender #Kalenderblätter #Zeit #Vergangenheit #Zukunft

 

Kalenderblätter

 

Kalenderblätter des Schicksals

wenden sich im Wind unserer Zeit

so wird das gelebte Heute

blitzschnell gefühlt zur Vergangenheit

 

Wir schauen gespannt noch nach vorn,

Morgen wird Jetzt und schon ist es Gestern,

verrinnend im Pulsschlag der Norm -

Augenblicke, Wimpernschläge - sind Schwestern.

 

Sekunden tropfen, wandeln sich zur Ewigkeit

Gegenwart und Zukunft verwehen

Das große Ganze wandelt sich stets neu

auch wenn wir es oft nicht sehen.

 

floravonbistram 1989





#Atemhauch #Ewigkeit #Leben

 Atemhauch im Werden

Gebt eurem Weg hier Sinn und Ziel,
die Lebensflamme brennt nicht lang.
Ein Atemhauch im Werden-Spiel,
in die man sein Erleben zwang.
Ein Tropfen, der so schnell verzischt,
als sei er nie gewesen,
die Tafel, die dort abgewischt,
man kann nun nichts mehr lesen.
Wir sind ein Stäubchen, das leis fällt,
ein Wimpernschlag, doch Kettenglied,
verbunden in dem Netz der Welt,
das alles Sichtbare umzieht.
Es ist an uns, den Raum zu füllen,
der kurze Zeit uns Wohnung gibt,
die Sehnsucht in die Werke hüllen,
für das, was man hier hegt und liebt.
Wir geben unsre Liebe weiter,
umfangen hilfreich jedes Sein,
wir steigen auf der Lebensleiter
in andere Gefilde ein.
Es gibt nicht nur dies eine Leben,
es wär Verschwendung, ungerecht.
Wir können’s liebend weiter geben,
bewirken so ein neu‘ Geflecht.
floravonbistram 2001
Aus meinem Buch: Licht und Schatten I



#Verloren #Dasein

 

Die Mitte verloren

das Leben entgleist

und nur noch gefroren

Gefühle vereist

 

Der Himmel gestorben

die Nächte sind schwer

vom Dasein entworben

das Denken bleibt leer

 

Die Werte vergessen

nach innen gewandt

das was ich besessen

im Nichts jetzt verbrannt

 

floravonbistram 1986




 

#Bienen #Frühling #Blüten #Liebe

 

Bienensummen  Blütenfülle

Düfte wundersam und süß

Lachen Singen frohes Scherzen

und der Himmel lächelt blau

 

In den Lüften tönen Rufe

auch der Wald singt Frühlingslied

in den Gärten die Geräusche

hören sich an wie befreit

 

Ja wir tragen bunte Kleidung

machen es wie die Natur

werfen ab das Dunkle Enge

Herzen sind im Liebesrausch

 

Und bei allem frohen Fühlen

lasst uns auch an Jene denken

die dies nicht erleben können

Lasst uns danken für das Sein

 

floravonbistram




 

#Tränen #Seele #Glück #Kummer



 

Tränen

 

Kunterbunte Wohlfühl-Farben

traumhaft schöne Melodien

schenken uns die Fantasien

heilen manche Seelennarben.

 

Tränen zeigen nicht nur trauern,

lassen uns oft innehalten,

dass wir lernen abzuschalten

nicht verweilen hinter Mauern.

 

Glück lässt auch die Perlen rinnen,

denn die Herzenssinfonien

lassen Freude in uns ziehen,

und der Kummer zieht von hinnen.

 

floravonbistram 2011




 

 

 

 

 


#WeißeSegel #Meer #Segeln #Boot #Schiff #Liebe #Erinnerung #Träume

 

Weiße Segel

 

im Wind gebogen

tragen mich und

meine Sehnsucht hinaus

und im Lied der Wellen

tanzen die Träume

fliegen die Wünsche

werden zu Wolkenbildern

die unsere Herzen malen

in der Erinnerung

an die Zeit der Sorglosigkeit

und erfüllenden Liebe

 

floravonbistram 2010




#HeileWelt

 Heileweltsicht

 

Auf meiner Fensterscheibe zum Leben

habe ich so viele Kratzer entdeckt

und kein noch so intensives Putzen

gibt mir die Heileweltsicht ganz wieder.

 

Wenn ich durch die noch klaren Stellen schaue,

frage ich mich oft ganz tief in mir drin,

wann auch diese eingetrübt sein werden

und mir die Sicht auf Helles genommen wird.

 

Aber dennoch bin ich mir ganz sicher,

dass ich selbst mit geschlossenen Augen

jederzeit die Scheiben bunt bemalen kann -

mit meinen Erinnerungen und meiner Hoffnung.

 

floravonbistram 2010



#Turteln #Kosen

 

Ein Turteln und Kosen


Wir sind wie neu geboren,

durchströmt von Seligkeit.

Der Frühling vor den Toren

 hat uns von Eis befreit.

 

Der Sonne helle Strahlen

erwecken sanftes Grün

und durch ihr warmes Malen

die Schneeglöckchen erblühn.

 

Ein Turteln und ein Kosen,

Gesang der fröhlich weckt,

viel Schnäbeln und auch Posen

 man voller Lust entdeckt.

 

Befreit die Menschenherzen

nach dunkler Winterzeit,

mit Lachen und mit Scherzen

umweht uns Heiterkeit.

 

Floravonbistram 1987



#Frühling #Frühlingsmusik

 

Frühlingsmusik

Die Erde strahlt im Sonnenlicht,
Urkraft des Lebens
lässt sie blühen und gedeihen.
Herzen singen gemeinsam
mit den Tönen der Natur
die Sinfonie der Freude.
Wach und schlafe nicht,
verlass die stillen Träume,
tauche ein mit mir
in das Wunderwerk des Sehens,
des Hörens und auch Fühlens,
Empfindung der Seelen.

floravonbistram 2004



Alles ruht

 ALLES RUHT

Versunkene Gedanken
schleichen durchs Niemandsland
des Gewesenen.
Welch eine Stille umfängt mich.
Welch ein Friede ist in mir.
Bleibe, du sanfter Zauber
des schlummernden Bewusstseins.
Weile, denn du bist gut.
floravonbistram2010



#Aufstehen #Kämpfen #Neinsagen

 Aufstehen

Ankämpfend
gegen den Strom des Wollens
treibend in Erinnerungen,
die das Ja aussprechen lassen,
auch wenn die Seele
ihr Nein schreien möchte.
Gefesselt
durch die Kämpfe
der frühen Erfahrungen,
niedergedrückt
in den Morast des Hasses,
der umschlingt.
Aufgestanden
durch die Kraft des Könnens,
und von höherer Liebe geleitet
als Fürsprecher für Heute
entfesselt weitergehend
ohne Stillstand.
FloravonBistram



Meine Dingefindeballade

 

 

Meine Dingefindeballade

(gekürzt)

 

Man nennt mich Dingefinderkind,

weil mir auch Träume nahe sind,

die andere doch niemals sehen

und einfach lächelnd übergehen.

 

Ich freue mich an buntem Glas,

das scherbig in der Sonne funkelt

und schaue still in grünes Gras,

wo sich ein kleines Erdloch dunkelt,

 

aus dem zwei Mauseaugen blitzen.

Ich möchte gerne alles schützen,

was mir begegnet Tag für Tag.

Ich oft es nicht benennen mag.

 

Die kleine Feder, wie ein Hauch,

die nutzen Elfen schon als Brauch,

sie stecken sie sich in ihr Haar

und tanzen dadurch wunderbar,

 

noch leichter, als die Vögel fliegen

noch zarter können sie sich wiegen,

im ersten milden Frühlingswind,

doch huschen sie auch ganz geschwind

 

ins schützend Moos- und Blumenhaus,

sie lugen vorsichtig nur noch heraus,

wenn sie die schweren Schritte hören,

mit denen Menschen zu gern stören.

 

Ich finde einen kleinen Zweig,

den ich dann meinem Bruder zeig.

„Schau an, es ist hölzern Wicht!“

Er lacht mich aus, er sieht das nicht.

 

Ein Stein zeigt mir ein frohes Lachen,

das kann mich immer lächeln machen,

ich stecke ihn auch gar nicht ein,

er mag am Feldrand glücklich sein.

 

Und dort, ein Nest, alt und verlassen,

ich glaub es kaum, kann es nicht fassen,

wächst doch darin ein kleiner Keim.

Ich trage dieses Nest mit heim

 

an meinen kleinen stillen Ort

im Holzschuppen, das ist mein Hort,

wenn es mal ganz geheim sein soll.

Hier sammel ich, stets freudenvoll,

 

was mir so jeder Tag beschert

und nur mir ganz allein gehört,

und wo auch niemand mich verlacht,

wenn ich mein Ding mit heim gebracht.

 

Da liegt auch meine alte Flasche

und meine Kindergartentasche,

die schon durch viele Hände gingen,

doch mein Erleben mit einfingen.

 

Der Stofffetzen ist knallig rot,

ich fand ihn neben altem Brot,

das noch den Hühnern mag genügen,

 

ich seh den Stoff doch voll Vergnügen,

 

weiß, ihn verlor die Flickenfee,

doch tut ihr der Verlust nicht weh,

sie hat so viel davon gefunden

und näht und bastelt viele Stunden

 

an einer bunten Weltendecke.

Bedeckt damit dann jede Ecke,

die dunkel auf der Erde scheint

und so die Freud mit Freud vereint.

 

Heut bin ich die Stehrümchenfrau,

noch immer gerne mir anschau,

was ich gesammelt dann und wann.

Ich heb es auf und freu mich dran.

 

floravonbistram 1981




#Frühlingsballade #Ballade #Frühling #Erleben #Glück

 

Meine Frühlingsballade


Heut klopft das Herz in stillem Glück,

weit wandern lächelnd die Gedanken,

blieb doch so mancher Traum zurück,

um den sich nun Geschichten ranken.

 

Aus ferner, lang vergang‘ner Zeit,

erklingen viele Melodien,

die nicht nur voller Heiterkeit

noch immer in den Bann mich ziehen.

 

So manches Lied ward einst gesungen,

und viele Spiele sind gespielt.

Warum sind sie nie ganz verklungen

und werden noch ganz gleich gefühlt?

 

Ich stelle oft mir diese Fragen

und manches werd ich nie verstehn.

Von starken Armen sanft getragen,

soll'n sie mit mir dereinst vergehn.

 

 

Der Lenz wird wieder neu erblühen,

der Winter dauert nicht mehr lang

die Vögel wollen heimwärts ziehen.

Mein liebes Herz, mir ist nicht bang!

 

Die Weidenkätzchen werden blühen

die Knospen stehen prall und rund,

die Blüten werden Staub versprühen.

Die graue Welt wird wieder bunt.

 

Die Sonn‘ wird hoch am Himmel stehen.

Um schnell erwärmend sie zu küssen,

wird lächelnd sie die Welt ansehen-

Ich möcht im Frühling gehen müssen!

 

floravonbistram1995



#Winter #Bank #Schnee #Sonne #Sonnenaufgang

 

Winterbank

 

Ganz leise höre ich den Ruf:

„Komm raus zu unsrer Bank

und zieh die warme Jacke an,

sonst wirst du mir noch krank.“

 

Fast taghell ist es auf dem Berg,

hell leuchtet mir der Schnee

ich finde darum unsren Weg,

und staunend ich dann seh:

 

Dort steht die Bank, ganz unberührt,

mit Kissen gut bestückt.

Ihr weißer Diamantenschein

hat mich so sehr beglückt.

 

Die Sonne stieg aus ihrem Bett

der Wolken, hell und prall,

sie färbte golden meine Welt,

mit ihrem Morgenstrahl.

 

Ja wirklich, es war wohl dein Ruf,

der mich her rief zur Bank,

ich fühle deine Nähe stark

und sage leise Dank.

 

floravonbistram 1995


Das Foto von Eric Storm habe ich gepuzzelt


#Oma #80.Geburtstag #Geburtstag #Großmutter

 Zum 80. Geburtstag für Oma

Wenn du jung bist, merkst Du's nicht,
alles ist dir selbstverständlich.
Leben scheint im Morgenlicht
unzerstörbar, ganz unendlich.
Lebst von Tag zu Tag und ahnst
manchmal auch des Schicksals Schwere,
doch du hoffst trotzdem und planst,
als ob‘s Leben ewig währe.
Und auf einmal merkst du schwer,
dass die Jahre rascher schwinden;
alles ändert sich umher,
lässt sich nicht mehr an dich binden.
Wenn das Alter dich befällt,
kommen andere Gedanken,
denn Gesundheit in der Welt
wird geschätzt erst von den Kranken.
Dann merkst du auf jeden Fall,
dass dein Ich wird nebensächlich
und im großen Weltenall
unbedeutend, klein und schwächlich.
Große Güte hält dich fest,
was gewesen, wird verständlich,
jeder Zweifel dich verlässt,
inn'res Leben wird unendlich.
Und du fühlst dich glücklich doch,
kannst ja hoffen, glauben, lieben.
Denn Du bist trotz Alter noch
in der Seele jung geblieben.
floravonbistram1975
Meine Oma (Mutters Mutter) verlebte ihre letzten 6 Lebensjahre bei mir. Verstorben 1979
Keine Fotobeschreibung verfügbar.

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#Familie #Später #Dankbarkeit #Glück

 Meine Familie

So oft sagt man: Später, hab jetzt keine Zeit,
bin einfach in Eile, bin grad nicht bereit.
Kommt , lasst uns kurz reden, lasst mich nicht allein,
denn später kann auch mal zu spät für uns sein.
Gedanken sie wandern die Jahre zurück,
ich gab euch mein Leben, denn ihr ward mein Glück,
und dacht ich an später, dann malt‘ ich mir aus,
wie wir einst gemeinsam uns treffen zu Haus.
So war es auch immer, ihr lebtet mit mir,
ihr ward mir so nahe, es gab stets ein Wir.
Mit Kindern und Enkeln und unseren Tieren
gab es so viel Freude, kein seelisches Frieren.
Ich schaue mich um und ich merke wie sehr
ihr euch um mich kümmert, es wird immer mehr.
Doch wird mir oft klar, ihr braucht auch die Zeit,
ihr zwackt immer viel ab, die ihr mir dann leiht.
Muss ich auch mal weinen, es ist nicht aus Leid,
mich überwältigt doch nur Dankbarkeit,
für all eure Liebe und euer Bestreben
mich zu unterstützen. Ihr seid all mein Leben.
floravonbistram 2021