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Herbstgedicht
Ist das Jahr im Herbst schon faltig,
gilt es doch als arg verbraucht.
Sieh nur, wie der Sturm gewaltig
jetzt um alle Ecken faucht,
stark er an den Bäumen rüttelt
bis das Obst herunterspringt,
wenn er kräftig weiterschüttelt,
laut sein Lied die Zeit durchdringt.
Niemals sollten wir verzagen,
weil im Lebensherbst wir stehn,
denn noch können viel wir wagen,
unsre eignen Wege gehn.
Hielten stand so manchen Winden,
trotzten Unbill, jederzeit
können neue Kraft wir finden
für den Winter - sind bereit.
Taumel des Tanzes
Ich fühlte Vergangenheit
und Zukunft verschmelzen,
dort in dem Park,
als unsere Wege
sich erstmals kreuzten.
Die Welt blieb stehen,
bei der Begegnung unserer Augen,
der Tag reichte der Nacht die Hand,
die Jahreszeiten umtanzten uns
mit ihren schönsten Farben
und jeder Vogel ließ für uns
sein schönstes Lied
zum Himmel steigen.
Ein Netz der Verbundenheit,
gewebt von den Nornen,
legte sich über uns.
Und die Flammen des Lebens
ließen unsere Herzen erglühen,
fanden sich, im Taumel des Tanzes
der immer wieder
suchenden und findenden Liebe.
Herbstbeginn
Silbergespinste
voller funkelnder Diamanten,
wippend in dem sanften Wind,
zwischen Halmen und Ästen.
Goldener Horizont,
Farbenspiel
im beginnenden Morgen.
Altweibersommer genannt.
Blätter, bunte Kleckse
im vergehenden Grün,
noch satt leuchtend-
doch nicht mehr lange.
Bald schon raschelnd
und zerfallend.
Satter, schwerer Dunst
über den Wiesen
deutet eine Ahnung an
von kommender dunkler Zeit.
Herbstbeginn
zeigt uns die Vergänglichkeit,
jedoch in schönster Harmonie.
voller funkelnder Diamanten,
wippend in dem sanften Wind,
zwischen Halmen und Ästen.
Goldener Horizont,
Farbenspiel
im beginnenden Morgen.
Altweibersommer genannt.
Blätter, bunte Kleckse
im vergehenden Grün,
noch satt leuchtend-
doch nicht mehr lange.
Bald schon raschelnd
und zerfallend.
Satter, schwerer Dunst
über den Wiesen
deutet eine Ahnung an
von kommender dunkler Zeit.
Herbstbeginn
zeigt uns die Vergänglichkeit,
jedoch in schönster Harmonie.
Ein Stern
Ein kleiner Stern war ich einst vor Jahren
in des Vaters Augen als funkelnder Blick,
in der Mutter Herz als sehnsüchtiger Traum.
Ihr Verlangen führte sie voll seligem Glück
zur Maienzeit unter den blühenden Baum
so durft` ich Natur schon zur Zeugung erfahren.
Flora von Bistram 1977
Tanzen in den Wipfelkronen
In den Ästen will ich schwingen,
tanzen mit den Wipfelkronen.
Möchte in den Blättern wohnen,
hell das Herbstlied für sie singen.
Mit den Augen will ich trinken
diese Farben - voll
Erstaunen
hören, wie sie leise raunen,
wenn sie sanft zur Erde sinken.
Voller Andacht will ich schweigen,
wenn sie leuchtend bunt sich drehen
und von ihrem Baum wegwehen,
mich vor dieser Pracht verneigen.
floravonbistram 2002
#oktober #jahreszeitFlamenco der Sinne
Rot – goldene Zeit - Oktober
Wie sehr lässt du noch einmal
die Kraft der Jahreszeiten
an uns vorüberziehen.
Willst du uns entschädigen,
im voraus stimulieren,
dass wir die tristen Zeiten überstehen?
Mein Herz wird weit,
weit wie der Blick, den ich hier habe,
berauschend in der Sonne
zeigen sich die Farben der Reife,
der Wollust und der Freude,
wie sie in alten Büchern
beschrieben werden.
Gold- das Glänzende für Reife,
Purpur für Verführung und Wollust,
Dunkelgrün für Freude und Sättigung
und dazu der Himmel,
morgens ins zarten Rot- Goldtönen
wie gute Weine nebeneinander,
abends feurig, wie empfundener Flamenco
und doch auch wieder ausgleitend
in Ruhe und Besinnung,
wenn die Rottöne
verschluckt von der Dunkelheit
ins Nichts abgleiten…
Farbtöpfe der Natur
In die Farbtöpfe der Natur
griffst du großzügig
mit beiden Händen,
mischend, um dann
weiche Töne zu locken.
.
Lachend, voller Übermut
schütteltest du deine Hände
und der springende Wind
trug die Spritzer
über Berge und Täler.
Farben, uns umschmeichelnd,
die das Auge verwöhnen,
satt, schwer und doch
so sehr verzaubernd
in der reifen Vielfalt.
Glitzernde Tropfen in Zweigen,
schimmernde Seide
gesponnen im Gras,
der Ruf der Wildgänse
und der ziehenden Kraniche,
ausklingender Sommer,
Herbst.
Spinnen
Zauberin durchs ganze Jahr,
mancher Hausfrau zum Verdruss
webst und spinnst du wunderbar,
vor deiner Kunst mich neigen muss.
Im Morgentau sieht man sie funkeln,
wenn Sonnenlicht sich darin bricht,
verfängt sich gruselig im Dunkeln
darin, man sieht sie nächtens nicht.
Ein Wunderwerk, das Netz von Spinnen,
elastisch wippend dort im Wind,
dem die Insekten nie entrinnen,
die einmal drin gefangen sind.
mancher Hausfrau zum Verdruss
webst und spinnst du wunderbar,
vor deiner Kunst mich neigen muss.
Im Morgentau sieht man sie funkeln,
wenn Sonnenlicht sich darin bricht,
verfängt sich gruselig im Dunkeln
darin, man sieht sie nächtens nicht.
Ein Wunderwerk, das Netz von Spinnen,
elastisch wippend dort im Wind,
dem die Insekten nie entrinnen,
die einmal drin gefangen sind.
Schaut Euch auch mal hier das wundersame Gebilde an
Morgengrauen
Im schwarzsamtenen Kleid,
mit Sternen bestickt,
tanzt die Nacht,
geschmückt mit Perlen
aus nächtlichem Tau.
Auf moosigen Pfaden
geben sich Elfen und Trolle
ein mondbeschienenes Stelldichein,
zur Musik der Zweige im Wind,
den klagend, doch warm schwingenden
Rufen von Eule und Kauz,
dem rhythmischen Flüstern und Wispern
in Gras und Busch.
Schleier der Nymphen wehen
im aufsteigenden Nebel,
zur ewigen Melodie
von Nacht zum Tag.
Dank an die Nacht
Einsamer Weg, im Mondlicht taumelnde Falter,
die sich in meinen Haaren strampelnd verfangen.
Baumarme, gestreckte Finger himmelwärts weisend,
raschelnde Nachtgeister in der Hecke,
Glühwürmchen, ihr Kleinen, mit euren leuchtenden Fackeln,
ein klagender Ton, ein Käuzchen wacht und es treten-
vorsichtig witternd - Rehe auf die lockende Lichtung,
die dann friedlich äsend mich nicht bemerken.
Wunderschöne, berührende, allumfassende Nachtwelt,
in denen alle Wesenheiten der Schöpfung mich umfliegen,
mit ihrem Zauber meinem Herzen Welten öffnen,
die meinen Augen bisher verborgen geblieben sind,
mich endlich wieder tief atmen lassen
in der lauen, von Blütenduft geschwängerten Stille,
die dennoch voller geheimnisvoller Laute ist.
Elfen, Zwerge, Trolle, Feen und Engel erstehen auf
aus den Erinnerungen der Träume meiner Kindheit,
die mich leben ließen, mich beschützten, mir Wege zeigten
aus abgrundtiefem Schmerz und größter Verzweiflung,
mir durch das Licht den Glauben an Führung erhielten,
im allerschwärzesten Dunkel meines Suchens
nach des Lebens großer Wahrheit und Erklärung.
Erwachend
Wenn des Morgenlichtes Lächeln
Dunkels Vorhang hell durchbricht,
öffnen sich die Blütenkelche,
streben hin zum Sonnenlicht.
Horch, das Schweigen in den Auen
flieht den hellen Vogelsang,
und die Weide an dem Bächlein
wiegt sich sanft zu Windes Klang.
Perlend Tau noch silbern schimmert,
tausend Düfte wachen auf,
kleine Wellen fröhlich springen,
Tag beginnt nun seinen Lauf.
Flora von Bistram
Foto von meiner Nichte
Ich bin im Wald zu Hause
Ich bin im Wald zu Hause
dort treibt es mich stets hin,
brauch ich nur eine Pause
sucht Ruhe all mein Sinn,
fühl ich mich so ermattet,
möcht still nur in mir ruhn,
dann sei es mir gestattet,
mal einfach nichts zu tun.
Ich lausche still dem Schwingen,
auf dem die Sehnsucht flieht,
die mich im Traum will bringen,
wohin mein Herz mich zieht.
Ich hör die Bäume rauschen,
schmeck Waldesluft und will
dem Vogelkonzert lauschen,
so wird es in mir still.
Mein Wünschen, mein Begehren
fliegt mit dem Wind hinaus,
durch alle Weltensphären
trägt er `s ins Heimathaus.
Erwacht aus meinem Sinnen,
umfängt das Leben mich,
ich konnte Kraft gewinnen
mein Tag, hier komme ich.
© FloravonBistram
1989 Melancholie
Durch Deine Augen
spricht Deine Seele,
ich möchte eintauchen
auf deren Grund,
um den Schmerz zu finden,
mitzunehmen,
ein kleines Pflänzchen
Hoffnung setzen,
damit die Augen nicht mehr
kalte Sonne der Traurigkeit,
sondern das glühende Feuer
der Freude spiegeln.
Tanz im Wind
Es liegt ein Tanzen in den Zweigen
die wiegend auf und ab sich neigen.
Es ist der sanfte Sommerwind,
der sie zum Sonnentanz gewinnt,
wenn er die Blätter leis berührt
und sie zum Schwingen sanft verführt.
Er spielt zum Tanz ein neues Lied,
das mit den Vögeln weiter zieht,
um mit den schönsten Melodeien
die Menschenherzen zu erfreuen.
Sie singen, summen voller Freude:
„Oh welch ein schöner Tag ist heute“
Flora von Bistram
NACHT
Ihre schwarz -gewebten Schleier
umhüllen wieder meine Welt.
Vom Taggeschehen
müde und bewegt,
doch durch den Frieden der Stille
ruhig und getröstet,
gleite ich hinein
in die Dunkelheit der Nacht,
dankbar für alles Sein
und für das,
Bild und englische Übersetzung meines Textes:
Himmelsflüstern
Wenn Flüstern aus den Himmeln klingt,
die Sehnsucht durch die Seelen schwingt,
wenn Zauber paarig mit Magie
die Sinne weckt, wie zuvor nie,
Gedanken wie die Bäche quellen,
wenn Lichter jedes Herz erhellen
und Wärme dringt durch kalte Nacht,
In meinem Traum
In meinem Traum
In meinem Traum, ich träumte DICH,
da warst du sanfter Wind,
der zärtlich wärmend um mich strich,
mich wiegte wie ein Kind.
In meinem Traum, ich träumte, DU
bedecktest mich ganz sacht
mit Rosenblättern und hierzu
hast zärtlich du gelacht.
In meinem Traum, ich träumte, DEIN
geliebter Mund war nah
und koste zart mein ganzes Sein.
Ich träumte es? Nein, es geschah.
Nymphentanz
Hoch droben auf des Berges Zinnen
tanzt die Nymphe mit leichtem Fuß
der Reitersmann eilt schnell von hinnen
sie winkt ihm einen letzten Gruß.
Und wenn in lauen Sommernächten
die warmen Winde lockend wehn
kann man auf Berg und an dem Wasser
die schöne Nymphe tanzen sehn
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