#Morgenzauber #Morgen




Alles schläft noch, wenn ich gehe,
 Tagerwachen zu erleben,
Zauberwelt, die ich dann sehe,
lässt mich immer neu erbeben.

Sanft umzieh‘n mich Nebelfrauen,
voll Gesang sind Feld und Wald,
Frohsinn meiner Federfreunde
weithin durch den Morgen schallt.

Schimmernd spreizen Sonnenfinger,
malen Wolkenränder gold,
tanzend unter Silberfäden
lächeln Blumenelfen hold.

Diamanten an den Gräsern
schimmern in dem frischen Grün,
weiße Perlen und Rubine
funkeln in der Sonne Glüh’n.

Dankbar staun‘ ich stets aufs Neue,
bleib so oft verzaubert stehn,
und bedaure alle Menschen,
die die Herrlichkeit nicht sehn.



floravonbistram




#Wonnemonat #Mai




Der Wonnemonat Mai

Der Wind zerzaust mir warm mein Haar,
die Morgensonne – wunderbar !
Ich fühle mich als Himmelkind,
das sich auf Erden wiederfind'.

Es tanzt ganz wild der Blütenstaub,
umwirbelt leuchtend frisches Laub.
 Der Mensch verfällt dem Hochzeitsrausch,
der Zärtlichkeit, dem Küssetausch,

 was diesen Wonnemonat prägt,
das Dunkel aus den Herzen fegt.
Die Saat geht auf in Flur und Feld,
es scheint, als lache alle Welt.

Und auch die Tierwelt sehen wir
voll Liebeswerben im Revier,
beim Balzen, singen, Eierlegen,
beim Brüten, Füttern, Nester pflegen.


Begrüßen wir auch feuchten Segen,
denn wichtig ist der Maienregen,
wenn warm und mild er sich ergießt,

sehn wir, wie herrlich alles sprießt.

Genießt mit mir die schöne Zeit,

im Sonnenglanz voll Heiterkeit.
Lass singen uns, von Herzen frei:
„Es gibt pro Jahr nur einen Mai!“


fvbistram 2002



Die schönste Zeit



Frisches Grün an allen Bäumen
nun erfreuet Groß und Klein,
denn erwacht aus Winterträumen
zog ganz schnell der Frühling ein.

Lang entbehrte warme Sonne
strahlt vom Himmel, hell und klar,
Vögel jubeln voller Wonne,
Fink und Amsel, Meise, Star.

Gelbe, rote Tulpen blühen,
Primeln, Phlox und Tausendschön,
überall ein frohes Mühen,
Wasser rauschen von den Höh‘n.

Menschenlachen tönt viel freier,
aus den Augen strahlt das Glück,
Quaken tönt vom nahem Weiher,
frisch besät wird`s Gartenstück.

Viele Fenster stehen offen,
Wäsche auf der Leine hängt,
Lämmer springen, Menschen hoffen,
dass die warme Zeit anfängt.

Ganz verändert ist die Erde,
die vor kurzem noch verschneit.
Danke für das Wort "Es werde",
danke für die Frühlingszeit.


FvB 1978



#Ostern



Ostern
Haben wir auch nichts vergessen?
Reicht für Alle wohl das Essen?
Frisch gemacht sind alle Zimmer.
Ach, am Vortag ist es schlimmer,

als an allen Feiertagen.
Doch wir woll’n uns gerne plagen
für die Enkel-Kinderschar.
Wir wollten’s so, das ist wohl wahr.

Eier malen und verstecken
freu‘n, wenn Enkel sie entdecken,
Mittagessen mit den Schätzen
und sich zeitlich gar nicht hetzen-

ja so war der Ostertag…
schön, weil ich es so mal mag.
„Gibt’s den Hasen wirklich echt?“
„Oma, mir ist furchtbar schlecht.“

„Kannst du mir das Ei abpellen?“
„Muss der Strolch so furchtbar bellen?“
„Ist das Korb-Moos aus Papier?“
„Bitte Bart, schließ doch die Tür!“

Solch Tumult gehört zum Tag,
das ist es, was ich so mag.
Nun sind Alle weggefahren,
Ruhe herrscht. In all den Jahren,

die wir diese Bande lieben,
ist es immer schön geblieben.
Lebenskreislauf war uns hold,
ja, das hab ich so gewollt.

„Komm, setz dich mit zum Kamin,
im Glas ist schon der Rotwein drin.
Ich zünde noch die Kerzen an,
Setz dich zu mir, lieber Mann.“

„Liebe Frau, ich danke dir,
für die schöne Zeit, die wir
stets am gleichen Strang gezogen.
Bitte, bleib mir stets gewogen.
Du bist Seele hier für mich,
tollste Frau, ich liebe dich.“

floravonbistram






#Wir „Alten“



Vorbei sind die Zeiten voll Hasten und Eilen,
wir können nun endlich auch ruhig mal verweilen,
besinnen, nur schauen und freuen ganz still,
dass immer noch antreibt der Satz: Ja, ich will.

Nun alles in Ruhe, mit Freude gestalten,
gehören wir gern auch für euch zu den Alten.
Wir haben noch Ziele und geben nicht auf,
gäb‘s auch zum Jammern Beschwerden zuhauf.

Die schweigen wir lieber ganz in uns hinein,
woll‘n kein Bedauern und lästig nicht sein,
den Schmerz ignorieren, dann ärgert sich der,
die Zeit voll genießen, fällt‘s manchmal auch schwer.

Doch glaubt mir, ein Lachen so häufig befreit,
auch anderen beistehen in schwerer Zeit.
Einfach nur leben, mit Dank ganz erfüllt,
hat mir manche Schmerzen mitunter gestillt.



floravonbistram




#Turteln und #Kosen #Frühling



Wir sind wie neu geboren,
durchströmt von Seligkeit.
Der Frühling vor den Toren

hat uns von Eis befreit.

Der Sonne helle Strahlen
erwecken sanftes Grün
und durch ihr warmes Malen
die Schneeglöckchen erblühn.

Ein Turteln und ein Kosen,
Gesang der fröhlich weckt,
viel Schnäbeln und auch Posen
man voller Lust entdeckt.

Befreit die Menschenherzen
nach dunkler Winterzeit,
mit Lachen und mit Scherzen
umweht uns Heiterkeit.


Floravonbistram 1987






#Magnolien





Wenn Frühlingsrufe hell tönen im Garten,
dann sehen wir staunend – von Samt umhüllt-
Magnolienknospen, prall darauf warten
dass sie warme Sonne mit Leben erfüllt.

Die Blüten  zerbrechen sehnend  ihr Winterkleide,
und streifen schnell ab den zu warmen Pelz.
Wie leuchtende Tulpen  steh'n sie am Zweige,
seidig, zartrosa,  betörend im Schmelz.

Verwöhnen wie stets uns‘re frostmüden  Augen,
in leuchtender, blattloser Eleganz,
und lassen die Seele mit Schönheit vollsaugen,
sie geben dem Frühjahr den zärtlichen Glanz.

floravonbistram













#Rosen #Ballade



Rosenballade

Ich gehe durch verwildert‘ Land,
verschlungen stehen Kraut und Blumen,
zerborsten ist schon lang die Wand
des alten Hauses.  Dunkle Krumen

der Erde liegen hart und schwer.
Doch sehe ich im Nähergehen,
mit Zweigen, völlig blätterleer,
den dürren Dornenstrauch dort stehen.

Die Sonne lacht, der Wind leis weht,
ganz zart berühr ich ihn, den Kargen,
der rissig, rau und trocken steht
und wünscht, er würde Rosen tragen.

Ich setz mich auf den großen Stein,
der vor dem trock’nen Dornbusch liegt,
tauch in das Frühlingweben ein,
das tanzend eine Birke wiegt.

Mein Taschenmesser ist zur Hand,
behutsam schneid das Holz ich aus,
und säubere das Stückchen Land
dort an dem alt-zerfall‘nen  Haus.

Nach Wochen lockt  die Sommerluft
mich wieder zu dem alten Garten,
es ist, als ob ein Stimmchen ruft:
Komm, lass uns doch nicht länger warten!

Mein Herz schlägt laut und hüpft vor Glück,
denn schon von weitem kann ich sehen,
das Leben kam zum Busch zurück
und ließ das Sterbegrau verwehen.

So grüne Blätter, dicht an dicht
und Blüten, die in Duft mich hüllen.
Und leise eine Blüte spricht:
So kann sich mancher Wunsch erfüllen.



floravonbistram 2006


#Musik zum Streicheln - Tulpen bringen den Frühling Lausch dem Lied de...

#Frühling



Farben der Freude

Gelbe, rote, rosa Tulpen,
grüner Schimmer an dem Baum,
weiße Glöckchen, goldene Sonne
zaubern meinen Kleidertraum.

Kleide mich mit euren Farben,
hol den Frühling mir ins Haus,
muss in Grau und Schwarz nicht darben,
Winter jag ich so hinaus.


FvB1981



Die #Rosenknospe #Beziehungsende




Ich schenkte dir im letzten Mai
die Rosenknospe, zart rose,
ich sagte dir damit Ade,
leb wohl, es ist schon lang vorbei.

Du knicktest voller Wut den Stiel,
warfst sie mir vor den Fuß.
Ich nahm sie auf als letzten Gruß,
so endete dein böses Spiel.

Die Rosenknospe - einst ganz zart -
ist nie so ganz verdorrt,
denn ich warf sie nicht fort,
verwahrte sie auf meine Art.

Du knicktest nicht nur Rosenstiele,
brachst seelenruhig viele Herzen,
und dann - mit einfach seichten Scherzen-
zerstörtest du zu gern Gefühle.

Nun liegt die Knospe in dem Schrein,
und Jahre fliegen übers Land.
Erinnerung an grobe Hand
wird diese Knospe immer sein.


floravonbistram 1994


Gerne würde ich mich wiegen





Gerne würde ich mich wiegen,
in den Träumen - oder fliegen,
durch die Wolken der Gedanken,
über auferlegte Schranken,

Drachen meines Lebens bannen,
die das Nacht - Duell gewannen,
mich mit Feuer heiß umschnaubten
so den Schlaf mir zu oft raubten.

Gleiten möcht ich mit den Winden,
mich von Alltagspflicht entbinden
und auf sonnbestrahlten Bahnen
mehr als Lebenslust erahnen.

Fallend möchte Halt ich finden,
ohne mich an den zu binden,
der mich niemals ganz versteht,
alles nur von mir erfleht.

Ja, so könnte ich es wagen,
Sorgen weit hinaus zu tragen,
um sie himmelwärts zu senden –
so kann manches sich dann wenden.


floravonbistram 1999



#Schwingung #Seelen



Dieses Lied singst du für mich
und deine Stimme kriecht
unter meine Haut
wird zu Händen die streicheln
Jeder Ton – jeder Atemzug
Berührung wie Samt und Seide
Schwingungbeseelt
Wir in Uns


floravonbistram 1976



Eiskönigin


Draußen steht die kalte Schöne,
hebt den glitzernd weißen Stab,
haucht den kalten Nebelatem
mikrofein auf uns herab.

Kleinste Tröpfchen tanzen leise
fangen sich an Zweig und Ast
und erstarren dort zu Eise-
halten kalte Winterrast.

Königin, mit  Deinen Armen
bannst du klirrend Mensch und Tier,
lächelst kalt, bist ohn‘ Erbarmen,
schließt vom Eispalast die Tür.

Dennoch stehen wir voll Staunen,
welchen Zauber du vollbracht.
Wenn die Eiskristalle blühen
tanzt die Zauberin und lacht.



floravonbistram


Winter - Starre Bäume




Ich möcht‘ die abgefall‘nen Blüten,
die windgetragen vorwärts treiben,
schnell sammeln und solange hüten,
bis wir dann  wieder Frühjahr schreiben.

Die kahlen Bäume will ich schmücken,
und ihnen Blätterkronen winden,
sie grünend auf die Äste drücken,
damit sie uns von Frühling künden.

Wenn eisumhüllt im stummen Harren,
umtanzt von zarten Schneesternfüßen,
sie unter Schneelast ächzend knarren,
dann soll‘n sie Sonnenstrahlen küssen.



floravonbistram 20017


#Kraft



Du bist meine Kraft
Ein Licht durchflutet im Erinnern Stunden
und klingt in uns als helle Melodie,
erinnert, dass im Ballsaal wir gefunden,
den großen Traum von Glück und Harmonie.

Das Lied, das seelisch nur wir zwei verstanden,
das mich jetzt trägt in mancher dunklen Nacht,
wir Herz an Herz mit Liebesband umwanden,
soll nicht verstummen durch jene große Macht,

die ungefragt dich schweigend mir genommen,
das Bündnis hier auf Erden hat gebrochen,
du bist in neuen Weiten, wieder heimgekommen,
es blieb so vieles doch noch ungesprochen.

Und dennoch liegt in mir das Gottvertrauen,
der Grundstein, mit dem Jeder Alles schafft,
auf ihm werd ich mein neues Leben bauen,
ich fühle dich und das gibt mir die Kraft.


floravonbistram 1977


#Jahreswechsel #Neujahr



Ich hör ein müdes, leises Seufzen -
ihm lauschend bleib gespannt ich stehn,
seh hell und dunkel, fahl und bunt
gebeugt das Jahr von dannen gehn.

Und sinnend halte ich noch Rast,
denk an sein Wirken kurz zurück,
so viel‘ Nuancen brachte es -
Freud‘, Schmerzen, Kummer, Glück.

Ganz still schau ich ihm lange nach,
nehm meine Andacht hier allein,
bin dankbar für gelebte Zeit
stell auf das Neue Jahr mich ein,

weiß, dass es nicht nur Freude bringt,
seh‘ auch das Leid in aller Welt,
verbeuge mich vor jeder Hand,
die tröstend eine andere hält.

Laut wird begrüßt das junge Jahr,
das strahlend einzieht, Hoffnung schenkt,
doch Freude, Glück und Sonnenzeit
gibt der, der unser Leben lenkt.

Flora von Bistram


#Weihnachtswunsch





Wir singen von stiller und heiliger Nacht,
und während wir feiern, doch manch einer wacht:
die Eltern, tief bangend um`s sterbende Kind,
der Nachtwanderer in dem eisigen Wind,

die Frau tief im Elend mit volltrunk‘nem Mann,
der Kranke, der möchte, doch nicht sterben kann,
der Arzt, tief gebeugt über‘m Unfallpatient,
die Schwester, die auf jedes Klingeln hin rennt,

der Mensch auf der Wache im Feuerwehrhaus,
die Hüter des Rechts in Chaos und Staus,
ein einsamer Mensch, ohne Hoffnung und Geld,
Millionen von Hungernden auf dieser Welt,

die Menschen, den‘ Kriege alles genommen,
dann jene, die niemals wiedergekommen,
geraubt und geschändet, gefangen, gequält,
weil anderen Orts nicht die Menschlichkeit zählt.

Mein Wunsch, dass Jeder, der froh feiern kann
nur eine Minute mag denken daran.


...und alle nicht benannten Menschen, krank, im Elend,
 in Sorge um einen lieben Menschen oder um ihre Existenz, 
schließe ich mit in meine Weihnachtswünsche ein


#Sternenkind Caspar


Wie ein Hauch

Ein Hauch von Leben,
mehr war es noch nicht,
doch stets in Gedanken
sah ich dein Gesicht.

Berührt von deiner Seele,
verbunden mit ihrem Sein,
schloss ich dich ganz
in mein Leben mit ein.

Du gingst mit dem Wind
für mich voller Schmerzen,
verlor ich mein Kind -
doch nicht aus dem Herzen.


Caspar bedeutet „der Schatzbewahrer“
Ich freute mich auf den 5. Dezember,
ich verlor dich am 2. August 1980